La vie - life - Leben


Doppelter Eintrag
Juni 24, 2008, 3:38 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen

Mit diesem post möchte ich gerne auf Resonanz stoßen, damit ich auch über eure Erfahrungen zu diesem Thema etwas mehr weiß.

 

Mir ist es in letzter Zeit zweimal so gegangen, dass ich irgendein Feld nicht ausgefüllt habe und der Kommentar dadurch nicht angenommen wurde oder, dass ich meinen Eintrag nicht beenden konnte aber auch nicht gespeichert habe. Ein zweites Mal mit demselben Thema anzufangen ist aber auch nicht meines. Das hat eben so sein sollen, denke ich mir dann. Dadurch ist euch zwar eine liebe Schneemanngeschichte entgangen aber das Schreiben soll ja eben auch Spaß machen. Die Motivation fehlt dann irgendwie.

 

Einmal habe ich sogar mit einem Buch begonnen. Ich hatte gerade meinen dritten Markaris gelesen und war total in Krimilaune, wollte aber auch selbst etwas schaffen. Deswegen schrieb ich das erste Kapitel, welches ohnehin vielleicht ein wenig zu kurz war. Auch ein Raster mit den Hauptpersonen habe ich angelegt, mit Alter, speziellen Eigenschaften und deren Verbindung zueinander. Die Mordidee war zwar noch nicht 100%ig ausgeklügelt, aber es gab schon einen Ansatz. Eine Woche später ist mir dann mein PC eingegangen. Als ich ihn wiederbekam waren alle Daten verlorengegangen und ich konnte mich nicht wieder überwinden neu anzufangen. Vielleicht finde ich ja während meinem Studium die zeit und Motivation, das bezweifle ich jedoch. Zu gerne schlafe ich in der Nacht und unternehme etwas am Tag oder komme meinen Pflichten nach. Ich hasse es wenn etwas zu tun ist und ich genau weiß dass ich jetzt Zeit dafür hätte und tue es dann nicht. Dafür ist das buch in der Prioritätenliste zu weit unten.

 

Also habt ihr auch Erfahrungen zu dem Thema des doppelten Eintrages? Bin nur ich so doof und Computeruntalentiert, dass mir Daten einfach so verloren gehen? Oder liegt es am Word oder den anderen Schreibprogrammen die ich benutze um nicht direkt im Internet zu schreiben, weil ich das irgendwie nicht gewöhnt bin und deswegen blöd finde?



Unerträgliche Hitze
Juni 24, 2008, 2:35 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Zukunftsgedanken

 

Heute Nacht war einer der ersten dieses Jahr, in der ich nicht gut geschlafen habe. Der Grund dafür war die Hitze. In meinem Hotelzimmer habe ich zwar eine Klimaanlage aber ich habe Angst so kurz vor meinem Ferienbeginn krank zu werden. Deswegen lasse ich sie nicht die ganze Nacht durchlaufen sondern betätige sie nur, wenn kurz vor dem Schlafen gehen oder wenn ich ins Hotel zurückkehre am Abend nach der Arbeit.

 

 

Ich habe aus bestimmten Grund nicht gesagt: „wenn ich Heim komme“, weil es ja eigentlich kein nach Hause kommen ist, sondern nur ein zu Schlafstätte zurückkehren. Auch beim Bundesheer, an der Grenze, haben wir schon immer vom nach Hause kommen geredet und eigentlich nur das Betreten der Unterkunft gemeint. Das habe ich damals auch als komisch empfunden.

 

 

 

Dann ist diese Nacht noch dazugekommen, dass ich von einer Gelse geärgert worden bin. Ich glaube es gibt gar keinen Ort auf der Welt, wo man nicht (zumindest nicht bei erträglichen Temperaturen) dieser Stechmücke aus dem Weg gehen kann. Der eigentlich Stich ist zwar lästig und eine kurze Qual, das wirklich nervtötende und ärgerliche ist aber dieses Summen, das jede Gelse macht und der Gedanke, dass sie einen stechen könnte.

 

 

Auch hier in meinem Büro ist es nicht gerade kühl. Das viele Trinken trägt nur insofern zur Abkühlung bei, als dass ich dadurch öfter auf das um ein Grad kühlere Klo (=Toilette) gehen kann. Vielleicht borgt es auch eventuellen Kopfschmerzen vor.

 

 

 

Umso mehr freue ich mich auf die freien Tage die vor mir liegen. Wenn es mir in meinem Zimmer zu heiß wird oder wenn mich eine Gelse quält werde ich einfach in den kühlen Keller gehen und es mir dort gemütlich machen. Der Videobeamer, der eigentlich für die Euro 08 vorgesehen war, bei dieser aber aufgrund meiner Zeit im Ausland nur 2 mal zum Einsatz kam, wird mir die Zeit schon vertreiben. Allerdings glaube ich ohnehin nicht, dass die Zeit so vor sich dahinschleichen wird, eher hege ich die Befürchtung dass dieser Sommer, von dem ich mir schon ausgemalt habe, dass es der Beste meines Lebens werden soll oder werden könnte (viel Zeit und das richtige Alter und tolle Freunde), wie im Fluge vergehen wird.

 

 

 

Diese Hitze wünsche ich mir dann, wenn ich am See liegen werde und einfach nur in die Wolken gucke und mein Grellingereis in Händen halten werde. Was ich mir allerdings gar nicht vorstellen kann wie es wird, wenn ich erst einmal wirklich arbeite und im Sommer höchstens 2 Wochen frei habe. Ich bin ja so gar nicht der Mensch der die extreme Hitze liebt. Das hat sich zwar in den letzten Jahren stark verbessert, aber was soll ich bei mehr als dreißig Grad in einem Büro tun. Vielleicht lege ich dann eine Nachtschicht ein und schlafe am Tag in meinem Keller ;).

 

 

Ich bin aber überzeugt, dass in gar nicht langer Zeit dann auch der Wehmut verfallen werde und diesen 5 wirklich lehrreichen Monaten nachtrauern werde. Auch in der Schule, die ich eigentlich schon damals sehr gerne besucht habe ging es mir ähnlich. Das wurde damals natürlich durch das Bundesheer noch verstärkt.

 

 

 

 

Um der Hitze ein klein wenig entgegenzuwirken werde ich auch heute wieder das Freibad besuchen und mir dort ein wenig Abkühlung holen.

 



Es geht dem Ende zu
Juni 23, 2008, 3:32 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Zukunftsgedanken

 

Eine wirklich schöne Zeit habe ich hier in der Slowakei erlebt. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Tag hier erinnern. Ich bin nur für einen Tag in das Werk in Vrable und wieder zurück gefahren. An einem Tag knapp 1000 km fahren, damit man sich seinen Arbeitsplatz, an dem man die nächsten 5 Monate verbringt, für ungefähr 2 – 3 Stunden ansehen kann. Aber zum Glück haben sich 2 Besuche aus Österreich so überschnitten, dass ich wenigstens wegen der Umwelt kein schlechtes Gewissen haben musste. Die Kilometer wären ohnehin gefahren worden.

Empfangen worden bin ich damals von der Sekretärin des Standortmanagers. Alle waren von Beginn weg sehr freundlich zu mir. Mir wurde von allen Seiten gesagt, wenn ich Schwierigkeiten jeglicher Art hätte, könnte ich mich bei ihnen melden. Mein erster direkter Vorgesetzter hat mir daraufhin das Werk gezeigt. Für mich, der ich noch nie in einem Produktionsbetrieb wirklich war, außer mit der Schule, aber in einer Gruppe ist das Erlebnis doch immer ein wenig anders.

 

Dieser, mein erster Chef, hat mich dann 3 Monate begleitet, und die Aufgaben, die er mir zugewiesen hat waren von einem Mal zum nächsten immer schwieriger und herausfordernder. So hat er mir wirklich viel beigebracht oder zumindest geholfen es mir selbst zu erlernen. Und sobald ich eine Frage hatte konnte ich sie ihm stellen. Er brauchte keine Minute und war voll im Thema drinnen und konnte mir helfen. Doch immer seltener benötigte ich diese.

 

 

Die ersten zwei Monate vergingen so. Dann gab es eine Änderung. Mein zweiter direkter Vorgesetzter kam. Er sollte den ersten Ablösen. Sie arbeiteten noch 1 Monat parallel, damit der eine, den anderen einschulen konnte. Dies war meine stressigste Zeit, weil ich von 3 – 4 verschiedenen Personen Aufträge bekam. Ich muss sagen, dass es aber auch gut ist, wenn man viele Aufgaben hat, denn dann vergeht die Arbeitszeit wie im Fluge. Ich testete mein in der Schule erworbenes Wissen zu im Excel programmierbaren Makros. Frischte dieses auf und erntete somit auch wieder ein wenig Anerkennung, weil das ein Thema ist, das nicht viele Leute können, oder zumindest nicht so standardmäßig vorausgesetzt wird, wie die Grundkenntnisse im SAP.

 

 

Die restlichen zwei Monate habe ich dann meinen zweiten Chef so gut wie möglich unterstützt und immer hier oder da auch kleiner Aufgabe von anderen Leuten bekommen. Hin und wieder war es ganz schön stressig, dann bin ich meistens nicht zum Bloggen gekommen.

 

Zu verdanken habe ich diese Erfahrung im Ausland meinem Vater, der mit einem seiner Arbeitskollegen gesprochen hat, der einen eher höheren dieser Firma kennt und natürlich meinem guten Zeugnis. Dies hat mir mein erster Chef verraten. Sie haben mein Zeugnis gesehen, meine E-mails, die zugegebener Maßen sehr selbstsicher geschrieben waren, gelesen und sich gedacht den müssen wir uns ansehen. Der Vertrag wurde so gemacht, dass sie mich auch jederzeit zum Monatsende entlassen hätten können, aber das haben sie nicht gemacht. Nein, sie haben mich sogar gefragt, ob ich nicht verlängern möchte. Dies habe ich aber dankend abgelehnt, da mir durch das Bundesheer schon die letzten Sommerferien „verloren gegangen sind“. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich auch während meines Studiums immer wieder mit Projekten beauftragt werde, für die in der Firma keine Personalkapazitäten verfügbar sind oder die ich einfach besser oder schneller kann. Das kommt mir auch sehr entgegen.

 

Nach dem ersten Monat ist dann zu den Arbeitern und mir noch ein junger 22jähriger dazugestoßen. Er war ein angenehmer Partner zum Zeitvertreib am Abend und konnte sich auch mit den Slowaken ganz leicht verständigen, weil er eigentlich aus Serbien ist und seine Muttersprache mit dem Slowakischen einige Übereinstimmungen hat.

 

Das Ende wurde trotz alledem von mir schon herbeigesehnt, weil das Wetter immer heißer wird und ich meine Zeit gerne am See in Gmunden verbringen möchte. Auch habe ich mir einig Projekte für diese freie Zeit vorgenommen. Nach den Stürmen haben wir einiges an Holz, so ungefähr 8 – 10 Meter auf 1 Meter Scheiter zusammengeschnitten, diese müssen mein Vater und ich noch zu Scheiterln für den Kachelofen zerkleinern. Mit meinen Freunden will ich auf Urlaub fahren und mein Zimmer benötigt einen neuen Boden, weil der alte Teppichboden sich schön langsam auflöst. Dann ist noch viel Arbeit im Keller zu machen, wo ich mir einen Kinoraum eingerichtet habe. Dieser soll aber nicht der einzige Raum sein, der so halbwegs herzeigbar ist. Wie sieht denn das aus wenn Besuch kommt.

 

 

So jetzt habe ich mir meine nahen Zukunftsgedanken von der Seele geschrieben und nach einer eher längeren post-pause auch meine Leser wieder mal auf den neuesten Stand gebracht. Das hat mir in letzter Zeit immer mehr Sorgen gemacht, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin, aber das Wetter war so schön, dass wir uns in der Slowakei auch ein Schwimmbad gesucht haben. In der Nacht benötige ich meinen Schlaf und am Wochenende habe ich auch immer viel zu erledigen. Noch dazu wenn man immer Kabel legen muss wenn man ins Internet will, wird das zu einer oft zu langwierigen Aufgabe.

 

 

PS.: Ich wünsche noch einem guten Freund alles erdenklich Gute bei der Matura, der heute diesen Schritt in seinem Leben begeht. Ich hoffe du hast keinen Schnackerl meinetwegen bekommen, aber ich habe trotzdem an dich gedacht und dir die Daumen gedrückt. Wir werden dann feiern, wenn du von deiner Maturareise nach Hause kommst. Und nicht vergessen, dass du mich über ICQ über dein Ergebnis informierst!!! Ich will es nicht aus zweiter Hand erfahren müssen *gg*.



Das Fussballspektakel des Monats
Juni 9, 2008, 6:30 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben, aus dem Alltag gegriffen

Dieses fand vergangenes Wochen statt. Nämlich am Sportplatz in der Gschwandt. Dort wurden die Ortsmeisterschaften der kleinen Gemeinde durchgeführt. Zahlreiche Mannschaften haben sich gemeldet und spielten in zwei Gruppen zu je 6 Teams gegeneinander. Auch ich habe bei diesem Topevent nicht fehlen dürfen und habe mit ein paar Freunden als Team TT-Stars mitgemacht, da sich der Großteil vom örtlichen Tischtennisverein kennt. Das Kräfteverhältnis war ein klein wenig verschoben, da es Mannschaften gab, die fast nur aus Fußballern bestanden und andere wie etwa wir, die nur Hobbykicker beinhaltet haben. Trotzdem gab es spannende Duelle, wobei ich zugeben muss, dass ich für die große Anzahl an Sportlern, die geringe Einwohnerzahl meines Heimatortes (etwa 2500) und auch die kleine Fläche der Gemeinde Gschwandt sehr wenig Leute kannte.

Wir haben uns denoch wacker geschlagen und den 7 Platz der 12 angetretenen Mannschaften eingespielt. Zur Belohnung gab es dann noch für jede teilnehmende Mannschaft einen Pokal, den unser Kapitän entgegengenommen hat.

Am Abend wurde dann diese tolle Platzierung und unser unermüdlicher Kampfgeist noch kräftig gefeiert, denn nach den ersten zwei Spielen hat es schon nach einer bitteren Pille für die TT-Stars ausgesehen. Diese wurden wegen chaotischen Zuständen in der Abwehr, zu vielen vergebenen Chancen im Angriff und einer zu geringen Laufbereitschaft gegen teilweise schlagbare gegner verloren. Doch dann kam ein richtiger Aufbaugegner genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Mannschaft, die dann das Turnier als letzte beendet haben wurde mit 5:0 besiegt.

Dieser Aufrüttler kam fast schon zu spät, denn zwei Spieler mussten uns zu diesem Zeitpunkt wegen privaten Terminen verlassen. Nun hatten wir keinen einzigen Ersatzspieler mehr, was jedoch mit doppelter Laufbereitschaft und unglaublichem Einsatzwillen ersetzt wurde. Gegen die späteren Sieger und somit Ortsmeister haben wir tapfer gekämpft und nur unglücklich mit 2:0 verloren.

Wir dachten, dass man auf dieser Leistung aufbauen könne, und gingen voll motiviert in die Partie gegen den Mitfavoriten, das Team der Landjugend. Glücklicherweise gingen wir durch ein schnelles Tor in Führung. Daraufhin klappte die geamte Organisation viel besser undkurz vor Schluss schoß ein fußballerischer Neuling, der uns nur aus Freundschaft aus unserer Spielerknappheit geholfen hat, ein Kopfballtor. Wir haben uns alle riesig gefreut über seinen persönlichen Erfolg.

Somit haben wir uns in das Match um Platz 7 gekämpft. Dieses stand lange auf Messers schneide. Wir ließen es eher gemächlich angehen, da wir ja keinen Ersatzspieler mehr in unseren Reihen hatten. Trotzdem gingen wir durch eine herrliche Einzelaktion eines Präsenzdieners in Führung, der auf der Seite durchgebrochen ist und traumhaft abgeschlossen hat. Durch eine Dummheit meinerseits, bei welcher ich nicht energisch genug attackiert habe gelang dem Gegner jedoch der Ausgleich. Nun wurde es wirklich spannend. Das Spiel plätscherte so dahin und es war ein wahres Mittelfeldgeplänkel, jedoch wusste jeder, dass jene Mannschaft, die das nächste Tor schoss, das Spiel so gut wie gewonnen hatte, da beide Verteidigungen sehr gut standen. Dann ergriff unser Kapitän die Initiative, er nahm sich ein Herz und wagte einen Alleingang. Nach einem herrlichen Dribbling, bei welchem er die gesamte gegnerische Mannschaft stehen gelassen hatte, schloss er noch unhaltbar ab.

Nach dem Spiel waren wir alle sehr zufrieden mit unserer Leistung und somit fand ein toller Nachmittag noch ein tolles Ende. Dieser Erfolg wurde dann am Abend vom harten Kern der Mannschaft noch gebührend im Bierzelt der Musik Reindlmühl gefeiert. Das tolle daran war, dass es eines der letzten Zeltfestln ist, bei dem es keinen Eintritt gibt. Mit etwas mehr an Erfahrung werden wir es nächstes Jahr wieder probieren. Vielleicht können wir auch noch ein paar ältere Tischtennisspieler dafür begeistern, die eher jüngere Gade bei der Herausforderung zu unterstützen.



Ein unangenehmer Zwischenfall
Juni 5, 2008, 2:34 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Probleme die meine Vorstellung übersteigen, Weltereignisse aus meiner Sicht

Dass wir Österreicher sehr gereizt auf einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk reagieren kann eigentlich nur auf unsere eigene Position zurückzuführen sein. Denn wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen und gerade bei diesem Thema sind wir einmal in der Lage mit richtigen Felsbrocken um uns herum zu schmeißen. Das muss man der österrechischen Bevölkerung wirklich sehr zu gute Halten, dass sie damals noch im Jahre Schnee bei der Volksabstimmung gegen die Nutzung atomarer Energie in Österreich gestimmt haben.

Ein weiterer sensibilisierender Grund ist bestimmt das Unglück von Tschernobil. Dieses könnte aber halb Europa und große Teile Asiens zu Atomkraftgegnern machen. Auf jeden Fall hatten unsere Politiker wieder ein Thema, das sie zu gegenseitigen Anschuldigungen Verwenden konnten. Da gab es einen Umweltminister, der die slowenische Politik und deren Informationspolitik ins Visier nahm. Ihm hat nicht gepasst, dass die slowenischen Behörden zuerst nur von einem Übungsalarm gesprochen haben. Dann gab es eine Politikerin der Grünen, der wiederum der Informationsfluss im eigenen Lande zu langsam von statten ging. Die Bevölkerung müsse ja bei so einem Zwischenfall fast genauso schnell wie der Umweltminister unterrichtet werden und es dürfen doch keine zwei, im Ernstfall entscheidende, Stunden vergeudet werden, in denen die Bevölkerung nichts weiß.

Ich bin wirklich überzeugt davon, dass jede Kritik ihre Berechtigung hat. Vor allem aber auch jene Recht haben, die meinen, dass die Atomkraft generell abgeschafft gehört. Denn sind wir ehrlich: Wenn es wirklich eine ähnlich große Katastrophe wie Tschernobil gewesen wäre, dann hätten die zwei Stunden Frau Glawischnig auch keine Rolle mehr gespielt. Denn verseucht wären wir allemal geworden. Und ich weiß nicht, ob mir nicht der schnelle Tod neben dem Atomkraftwerk lieber wäre als der qualvolle langsame derjenigen, die wenig später an Krebs erkranken, die Haare verlieren und das restliche Leben nur mehr leiden.

Die Weiterentwicklung von alternativen Energien wird meiner Meinung nach noch immer zu wenig gefördert. Es macht ja ein wenig den Eindruck, dass es ganz ähnlich ist, wie bei der Theorie die Krankheit AIDS betreffend. Diese besagt nämlich, dass die großen Pharmakonzerne schon seit Jahren ein Heilmittel für diese oder andere unheilbare Krankheiten hätten, aber mit den Mitteln, die nur die Symptome bekämpfen, nur die Symptome bekämpfen würden. Ähnlich ist es mit der Energie. Es wird nicht investiert, solange die großen Ölmulties noch genügend des schwarzen Goldes unter ihren Füßen haben.

Das klingt sehr ernüchternd, aber ich sehe leider keine Möglichkeit eine positive Seite an einem Verfahren zu finden, dass Millionen Menschen gefährdet, weil ein kleiner Fehler zu große Auswirkungen hat. Ich bezweifle ja nicht, dass diese Technologie schon sehr gut erforscht ist und fast kontrolliert werden kann. Aber fast ist nicht ganz!

ein unglaublich guter Film zu diesem Thema, den jeder gesehen haben sollte, wäre die Wolke, das Buch ist gut aber der Film ist derart beeindruckend, dass man nicht auf ihn verzichten sollte. Ich war allerdings zu Nah am Wasser gebaut als ich ihn das erste Mal gesehen habe.



Wagner Oper Teil 2
Mai 29, 2008, 6:33 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben

Vertrauen ist gut, Kontrolle wäre oft besser.

Alles schien perfekt geplant oder zumindest gut durchdacht. Mein direkter Vorgesetzter hat mich am Dienstag, also zugegebenermaßen sehr kurzfristig gefragt, ob ich nach Bratislava in die Oper mitgehen wolle. Ich habe ihm kurzentschlossen zugesagt und auch noch ein anderer Österreicher ist mitgefahren. Die Wagnervorstellung hat um 19 Uhr angefangen, die reservierten Karten waren um 18 30 Uhr abzuholen. Da genügt es doch, wenn wir um 17 15 Uhr wegfahren, einen kurzen Abstecher in das 30 Minuten entfernte Nitra machen und dann erst die Reise in das 90 km entfernte Bratislava antreten.

Ich bin gefahren, mit meinem Höchsttempo von 140 km/h. Meine beiden Vorgestzten haben mir weißzumachen versucht, sie wüssten ganz genau, wo die Oper in Bratislava sei. Wir brauchen weder ein Navi einzuschalten, noch sollten wir uns einen Stadtplan besorgen oder auch nur die Route im Internet vorher anschauen.

Enstaunlicherweise kamen wir sogar pünktlich um 17 10 Uhr aus der Firma weg. Gaben in Nitra ein Packet ab und fuhren blitzeschnell in die slowakische Hauptstadt. Auch hier behinderten uns nur wenige Baustellen. Doch trotzdem stellte sich der Weg als ein wenig lang heraus und die Abfahrtszeit als eine Spur zu spät, wollten wir die Karten noch rechtzeitig um 18 30 Uhr abholen. Doch solch reservierte Karten wurden in der Regel ja ohnehin noch immer ein wenig länger aufbehalten.

Meine beiden Reisebegleiter wussten sogar, dass es in Bratislava eine alte und eine neue Oper gibt und auch, dass wir zur neuen müssen, die bei der auch der Katamaran aus Wien direkt vor der Einganstür anhält.

In Bratislava selbst gab es auch weder Stau noch größere Verzögerungen zwecks des Verkehrs oder anderen unvorhersehbaren, dramatischen Ereignissen. Wir mussten nur einmal kurz umdrehen und suchten uns dann einen Parkplatz in der Tiefgarage des SAS, besser bekannt als Charlton Hotel. Die Abstellplätze sind für einen Opel Zafira eher klein aber es ging sich schön aus und schnell hatten wir einen Parkplatz am obersten Parkdeck.

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass wir nun doch bei dem falschen Veranstaltungssaal waren, weder bei der neuen, noch bei der alten Oper waren, erfragten wir uns den Weg zum Ziel. Es war mittlerweile schon 20 Minuten vor 7 Uhr. Ein netter Passant hat uns auf deutsch erklärt, dass die Oper in dieser Richtung ungefähr 300 Meter entfernt sei. Ich glaube er hat eher 3000 Meter gemeint. Zusätzlich schnitt uns noch eine Baustelle den direkten Weg zum Wagner-Konzert ab. Wir mussten kehrt machen, ein Stück zurückgehen und diese Hürde umgehen.

Nichtsdestotrotz sind wir um etwa 18 58 Uhr angekommen. Meine beiden Anführer strebten zielstrebig in das Gebäude hinein, ich hinterher. Drinnen wurde uns erklärt die Kassa sei woanders. Wir schon ein bisschen im Stress rannten hinaus, sahen uns um und fanden die Kassa erst wieder nicht. Die nächste herumstehende Person, ein fein gekleideter Herr wurde gefragt und er erklärte uns in gar nicht so schlechtem Deutsch, es ist eine Schande, dass ich noch immer nicht Slowakisch kann, hatte keine Zeit und keinen Lehrmeister, dass die Kassa einen Stock tiefer sei. Wir hasteten dorthin, bei einer abendlichen Wärme von 28,5° Celsius gar nicht so angenehm in den schicken Klamotten. Nun kamen wir um 19 00 Uhr dort an, ja es war noch nicht einmal nach sieben. Aber die Türe war zu. Ein nicht wirklich gesprächsbereiter VErkäufer gab uns zu verstehen, dass es zu spät sei und der Kartenverkauf schon abgeschlossen sei.

Daraufhin machten wir uns auf, gingen in Bratislava spazieren. Teilweise kommt einem diese Stadt wie der reinste Ostblock vor, teilweise hat der alte Stadtkern auch seinen Charm.

Leider kann ich euch nun nicht von meiner ersten Oper erzählen, aber ich habe auch etwas daraus gelernt. Bei einem Zusammenspiel von vielen unglücklichen Zufällen kann man oft nichts machen. Man sollte dann gute Miene zum bösen Spiel machen. Wären wir früher weggefahren, hätten wir in Nitra das Packet nicht abgegeben, wäre ich schneller gefahren, hätten wir irgendeine Ahnung von der Stadt, bzw. dem Platz der Oper gehabt, hätten wir nicht so ungünstig am anderen Ende der Stadt geparkt, wäre die Baustelle nicht gewesen oder hätte der Kartenverkäufer ein bisschen Mitleid gezeigt, ich hätte meine erste Oper in der Slowakei erlebt. Wäre um Stunden später ins Bett gekommen, hätte keine so tolle Geschichte zu erzählen und hätte auch wahrscheinlich noch nie Sushi gegessen.

Ja genau, anstatt der Oper gingen wir essen. Japanisch. Hat meine Geschmacksnerven nicht wirklich vom Hocker gerissen aber was solls. Noch dazu haben es sich meine zwei Vorgesetzten nicht nehmen lassen mich einzuladen und so habe ich wieder ungefähr 15 € gespart. Also im großen und ganzen war es ein sehr netter unterhaltsamer und ereignisreicher Abend. Heute wollte ich eigentlich Fußballspielen gehen, aber als ich am Platz ankam war niemand da. Irgendetwas verfolgt mich. Aber wie gesagt, think positiv, dadurch hatte ich viel Zeit diesen Eintrag zu hinterlassen. ;)



Wagner Oper
Mai 27, 2008, 7:59 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen

Morgen darf ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Oper ansehen und dann gleich richard Wagner. Wie es dazu gekommen ist fragt ihr euch? Heute am Vormittag bin ich von meinem Chef in der Arbeit gefragt worden ob ich morgen Abend Lust hätte mit ihm und noch einem Österreicher, der in der Slowakei arbeitet, diese Oper in Bratislava zu besuchen. Die teuersten Karten kosten 300 Kronen, was ungefähr 10€ entspricht und somit fast geschenkt ist. Das Programm besteht aus verschiedenen Wagner Stücken. Man kann es also als Medly bezeichnen.

Ich bin gespannt ob mir das zusagen wird oder ob ich es als einschläfernd empfinde. Grundsätzlich war ich kulturellen Veranstaltungen gegenüber immer offen. Gerne habe ich mich gemeldet, wenn es von der Schule aus, in ein Theater ging. Auch bei Kinofilmen habe ich den Schulalltag unterbrochen oder bin auch freiwillig am Abend dabeigewesen.

Bald werde ich also schlauer sein und wissen ob die Oper etwas für mich ist. Aber ich hoffe, dass es nicht so eine neumoderne Inszenierung ist. Diese gefallen mir nicht in demselben Ausmaß wie klassische Vorführungen.



stöckchen
Mai 27, 2008, 7:37 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Stöckchen

Aufgabe 1: Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
Aufgabe 2: Schlage Seite 123 auf.
Aufgabe 3: Suche den fünften Satz auf der Seite.
Aufgabe 4: Poste die nächsten drei Sätze.

“Man gab ihr eine Spritze und einen Schluck Wasser. IHr Bett wurde ans Ende des Saales gerollt und ein Wandschirm heruntergestellt. Im Laufe des Nachmittags kam der Arzt, blieb eine kurze Zeit hinter dem Schirm und ging weiter.” (Memento Mori von Muriel Spark)

Ich will keine Stöckchen weitergeben. Wer es will soll es sich nehmen!

 



keine Lust auf Sonnenbrand
Mai 27, 2008, 7:20 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben

Jetzt ist er also endlich da, der Sommer. Dieses angenehme warme Gefühl auf der Haut zu spüren, sich ein Eis zu gönnen und wieder einmal schwitzen. Mit den ersten Tropentagen, mit Temperaturen über 30° Grad Celsius, wird es wirklichkeit. Auch ich leige gerne in der Sonne und vertreibe mir mit Freunden die Zeit. Doch es gibt da so ein Problem. Meine Haut. Mit roten Haaren gehöre ich wahrscheinlich zu den empfindlichsten Hauttypen, die es auf unserer Erde wohl gibt. Wahrscheinlich sind nur Albinos noch sonnenbrandgefährdeter als ich. Da ich aber auch ziemlichen Respekt vor Hautkrebs habe, werde ich es nie so weit bringen und mich einfach in die Sonne zu legen und auf die Schmerzen der darauffolgenden Tage vergessen.

So bleibt mir nichts anderes über als mich mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 alle 45 Minuten einzucremen und auch dann noch den Schatten der bloßen Sonne vorzuziehen. So schlecht finde ich diesen Gedanken dann aber auch wieder nicht. Hat doch der Schatten ebenfalls seine Vorzüge. Erstens ist es bei weitem nicht so heiß als in der Sonne. Einen Sonnenstich bekommt man auch nicht so einfach.

Doch was soll ich machen, wenn ich mal wieder volleyball spielen möchte im heißen Sand? Ein T-shirt anbehalten? Wird wahrscheinlich die beste Lösung sein. Doch ist es natürlich wieder umständlicher. Wie oft habe ich die Menschen beneidet, die einen dunklen Hauttyp haben? Auch die dunklen Haare haben mir viel besser gefallen als ich noch jünger war. Doch mittlerweile habe ich mich mit dem abgefunden und bilde mir zumindest ein, dass diese Haarfarbe mich ein wenig zu etwas Besonderem macht.

Da kann man wohl nichts machen und ich werde wieder den ganzen Sommer über mit Sonnenmilch, Hut und T-Shirt verbringen müssen. Wird dann vielleicht erzwungenermaßen zu meinem Markenzeichen.



Urlaubspläne
Mai 26, 2008, 7:30 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben

Jetzt ist es auch bei mir und meinen Freunden soweit, dass wir uns doch durchgerungen , uns zusammengesetzt und über den gemeinsamen Urlaub gesprochen haben. Ich war ja schon der Meinung, das ganze sei abgeschlossen, seitdem die Idee der Zugreise via Eurorail-Ticket im Sand verlaufen ist. Deswegen will ich mich hiermit nochmals herzlich bei demjenigen bedanken, der die Sache doch noch in die Hand genommen hat, uns zu sich nach Hause eingeladen hat, damit wir dort zumindest eine Ideensammlung machen können.

Na gut, das Ergebnis ist immer noch bescheiden, da wir über den Entschluss, wir wollen im Sommer einen Last-Minute Tripp in irgendein südliches Urlaubsland wagen, nicht hinausgekommen sind. Aber zumindest haben wir nun den Termin zeitlich schon stark eingeschränkt. Und die Zusage von 4 Leuten haben wir jetzt auch schon. Einer ist uns leider ausgefallen, da er einer Ferialarbeit zwecks Diplomarbeit nachgeht. Wir haben es alle sehr bedauert, aber doch als gut empfunden, dass er es uns direkt gesagt hat. So wussten wir, dass wir in unseren weiteren Planungen, keine Rücksicht auf ihn nehmen mussten.

Unsere erste gemeinsame Reise war ein Zelturlaub an den Fakersee. Dieser ist uns unvergessen und obwohl er schon vor 2 Jahren stattfand, reden wir immer noch gerne davon. Wenn wir uns treffen und der Gesprächstoff geht uns aus, dann kommen wieder die Geschichten, wie einer von uns gegen eine Wäschleine gelaufen ist, welche Meldungen uns entgegnet wurden, als wir mit einer Kiste Bier den 2 - 3 km langen Weg vom Lebensmittelgeschäft bis zum Campingplatz absolviert haben oder unserer Karaokeerfahrung, die einfach nur lachhaft war. Auch ein Lied erinnert immer noch daran, das ich zu der Zeit im Ohr hatte und gesungen habe. “Jeans On” verbinde ich seither auch mit diesem Urlaub. Neue Spielregeln bei einem Trinkspiel haben wir dort erfunden.

Genau so einen gelungen Urlaub wünsche ich mir auch dieses Mal. Ein paar mehr Leute kennenlernen, ein paar mehr Aktivitäten, nicht dass man am Tag nur schläft und faulenzt und am Abend fortgeht. Ein bisschen mehr erleben. Die Freunde vielleicht noch ein bisschen näher kennenlernen. An Erfahrung gewinnen und eine schöne Zeit erleben. Es soll zumindest so schön sein, dass man den nächsten Sommer wieder gerne die Planungsphase auf sich nimmt und wieder gemeinsam in den Urlaub fährt. Vielleicht mit einem Mann mehr!!! ;)