La vie – life – Leben


zu mainstream zum bloggen?
März 26, 2008, 6:23
Gespeichert unter: Entstehung

Dieser Gedanke ist mir heute beim nachdenken über meine Gewohnheiten gekommen und irgendwie auch als ich ein Stöckchen bearbeitet habe. Ja ich gehe gerne auf irgendwelche Festl, Bierzelt, Watergate, Empire in Linz (wenn auch nicht wirklich oft) oder sogar ins Brandl in Gmunden (zur Erklärung: dieses Lokal ist normalerweise jeden Samstag so überfüllt, dass man sich nicht umdrehen kann, es ist einfach viel zu klein dafür, dass es die einzige wirkliche Anlaufstelle in der Gmundner Nachtschwärmerszene ist. LBar –> zu wenige Leute, ist nur zum Entspannen und Luftholen gut, wenn ich fortgehe muss sich aber etwas tun; Citrus –> dafür dass dort verhältnismäßig so wenige Leute sind kenne ich zu wenige; Blauer Affe –> ein bisschen schnöselig; Pepito –> was soll man da noch sagen; Motto –> höchstens der Karaokeabend;…).

Also in dieses MainstreamLokal schlecht hin gehe ich, von Abwechslung in der Musik ist leider sehr wenig zu spüren, es sind auch immer irgendwelche komischen Leute drinnen, die einen anstreun (=belästigen, aufdringlich werden). Und warum? Eigentlich nicht weil es mir um so vieles besser gefällt wie die anderen Lokale, sondern weil meine Freunde dort sind, mit denen ich beim Fortgehen einfach am meisten Spass habe. Jetzt könnt ihr euch denken, ja klar Mitläufer, Rockzipfel-Hänger, Beckenrandschwimmer, … Aber ist es nicht auch irgendwie so, dass man einfach dafür, dass man mit seinen Freunden etwas unternehmen kann ganz gerne in Kauf nimmt, dass man mal wohingeht, wohin man eigentlich alleine nicht hingehen würde.

Aber in meinen zugegeben noch kleinen Kenntnisse in der Blogwelt habe ich noch nicht sehr viele Mainstreamschwimmer gefunden. Vielleicht liegt es daran, dass diese Leute sich nicht die Mühen machen, die Zeit nehmen einfach draufloszuschreiben. Vielleicht daran, dass jeder nur seine Besonderheiten beschreibt, wer erzählt schon gerne von Banalitäten (–> ach ja möchte bald wieder einen Beitrag bringen, der als Nachfolger zu Das große Geschäft gelten könnte – irgendwelche Vorschläge?). Vielleicht empfinde ich auch nur Erzählungen aus dem Leben anderer immer als spannend und irgendwie einzigartig, wenn sie intim genug bzw. von Herzen sind.

Ganz egal, Mainstream oder nicht, Spass muss einem das Schreiben machen. Man tut es ja vor allem für sich. Ansonsten würde man es ja nicht tun, oder es zumindest zu seinem Beruf machen ;) . Und wenn ich so ganz genau darüber nachdenke, dann kann man mich ja eigentlich auch nicht in die Mainstreamkiste geben: Ein 19jähriger Junge, der für 5 Monate von Österreich zum Arbeiten in die Slowakei geht, ist doch nicht alltäglich, oder? Gute Noten sind doch auch nicht vom Himmel gefallen. Eine Freundschaft, die 5 Jahre nach der gemeinsamen Schulkarriere noch immer besteht, will genauso erhalten werden und kann nicht als eine Selbsverständlichkeit hingenommen werden. Und naja, dass bloggen macht ja auch nicht jeder, hoff ich zumindest, sonst hör ich nämlich auf – oder doch nicht, hab ja gerade erst angefangen.



Mein Name ist Hase
März 25, 2008, 12:36
Gespeichert unter: Stöckchen

1. Dein richtiger Name // nachzulesen in deinen Ausweisen

Michael Markus

2. Dein Gangsta-Name // die ersten drei Buchstaben deines Namen + izzle

Micizzle Makizzle Hauizzle à echt blöd

3. Dein Detektiv-Name // Lieblingsfarbe und Lieblingstier

Blauer Hund à mag alle Tiere aber mein Onkel hat so liebe 2 Hunde

4. Dein Name in einer Seifenoper // dein zweiter Vorname und die Straße in der du lebst (falls kein Mittelname vorhanden, bitte den Vornamen)

Markus Flachberg

5. Dein Star Wars – Name // die ersten drei Buchstaben des Nachnamens und die ersten zwei des Vornamens

Haumi à bitte nicht wirklich

6. Dein Superheld-Name // deine zweite Lieblingsfarbe und dein Lieblingsgetränk

Yellow orangejuice

7. Dein Iraqui-Name // der zweite Buchstabe des Vornamen und der dritte des Nachnamen

Iu

8. Dein Name fürs Zeugenschutzprogramm // die (zweiten) Vornamen der Eltern

Albert à das darf aber keiner wissen, er mag ihn nicht

9. Dein Goth-Name // black und der Name eines deiner Tiere

Black miki à die verstorbene Katze

Black Asta à der Nachbarhund



La, le, lu, …
März 25, 2008, 12:15
Gespeichert unter: Stöckchen

1. Lieblings-Schlafklamotte?

Pyjama, eigentlich ganz egal welcher. Aber eigentlich ist eine Boxershort und ein T-shirt für mich auch das Gleiche.

2. Lieblings-Bettwäsche?

Früher eine von Wickie, habe ich aber schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen, jetzt eine ebenfalls sehr kindliche mit kleinen Fußballern (hat es mal bei einem Diskonter gegeben, Hofer = Aldi)

3. Lieblings-Schlafposition?

Auf der Seite mit angezogenen Füßen
4. Hast Du ein “Einschlafritual”?Hin und her und hin und her drehen à bis man dan irgendwann endlich schläft

5. Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?

Früher einen Bären. Der Einkauf war eine tolle Geschichte. War der letzte den es gegeben hat. Und weil er mir so leid getan hat, weil er da so einsam und alleine in dem großen Regal saß, hat ihn mir meine Mutter gekauft.

6. Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?

Mich hin und her drehen, oder auf Gelsenjagd gehen oder den Fernseher einschalten (aber das nur ganz selten)

7. Wie groß ist Dein Bett?

zu kurz (ich bin 1.90)

8. Wie viele Kissen hast Du?

Früher zwei, aber meine Mutter hat mir eines geklaut, aber dann noch eine Nackenrolle und zwei Polster, die man in Kuscheltiere verwandeln kann.

9. Linke oder rechte Seite?Von wo aus gesehen? Stecke mich zur Wand

10. Wie lässt Du dich wecken?

Handywecker, Mama oder gar nicht

11. Stehst Du direkt auf oder bleibst Du liegen?

Direkt auf, sonst ist die Versuchung zu groß, außer ich habe den ganzen Tag nichts vor, dann bleibe ich liegen und schalte den Fernseher an.

12. Dein erster Gedanke am Morgen?

Ich freue mich schon auf das Frühstück.

13. Was machst Du um wach zu werden?

Gar nichts, bald genug ins Bett gehen, ev. duschen



Blogparty
März 25, 2008, 10:43
Gespeichert unter: Stöckchen

Durch meine Lieblingsblogs geschländert, wie ein Lesewurm in mich hineingefressen und plötzlich ein köstliches Blatt eines herumliegendes Stöckchens gefunden:

Man stelle sich nur mal vor, man wäre auf einer Party. Einer imaginären Party. Man könnte es Blogparty nennen. Ich bin gerade erst aus dem Auto gestiegen und bewege mich zum Eingang. Und nun habe ich die Aufgabe, einen imaginären Partyabend zu durchleben. Herzlich Willkommen zu einem völlig neuen Stöckchen.

Eigenlich echt schwer, weil es sooooooo viele Möglichkeiten gibt, einen tollen Abend zu verbringen. Die Geburtstagsfeier bei Martin war zum Beispiel so ein Abend, weil ich wieder so viele ehemalige Schulkollegen aus der besten Klasse die man sich vorstellen kann getroffen hat, die ich schon seit 8, 9 Monaten nocht mehr gesehen habe. Sehr gemütlich, toller Abend.

Aber jetzt werde ich doch ein bisschen imaginärer:

Also ich stelle den Motor des Autos vor dem Haus meines besten Freundes ab, steige aus und hole ihn ab. Er ist gerade mit dem Duschen fertig geworden und weil er kurz zuvor noch den entscheidenden Pass in einem Fussballspiel gegeben hat und danach schon mit dem Feiern angefangen hat, sitzt er jetzt mit einem oder zwei Kornspitz mit Wurst neben mir. Er hatte also fast zu wenig Zeit, aber immer noch besser wie ein anderer Freund, der sich wirklich jedes Mal zu viel Zeit nimmt und egal wie viele Minuten man auch zu spät vor seiner Haustüre steht, er braucht immer noch 5 zusätzliche (Da es aber so viel Spass mit ihm ist, nimmt man das alles gerne in Kauf).

Gemeinsam geht also die Reise zu dem nächsten unserer Gruppe. Dort kommt man zusammen. Nicht viele, eine illustre Runde mit wenigen aber der wichtigsten Leute, damit man eine Gaudi hat. Leider konnte der eine wieder einmal nicht dabei sein. Seit dem er eine Freundin hat, ist er wirklich viel zu selten mit von der Partie. Er ist zwar nicht der erste aus der Gruppe der eine Freundin hat, aber der erste bei dem es wirklich so sehr auffällt.

Wir sitzen hier. Gemeinsam. Reden über alte Erinnerungen eines gemeinsamen Urlaubs. Am Beginn bin ich noch öfter der, der versucht das Gespräch ins Laufen zu bringen. Später werde ich dann eher zum stillen Zuhörer. Wir spielen irgendein Spiel, bei dem man Eigenschaften der anderen einschätzen muss und irgendwann fangen wir dann doch an, irgendein Trinkspiel zu beginnen, damit auch mal ein bisschen etwas weiter geht. Ich trinke an diesem Abend nichts da ich ja mit dem Auto unterwegs bin. Macht mir eigentlich aber gar nichts. Erstens ist es lustiger wenn alle anderen gut drauf sind, zweitens kommt mir vor, dass ich mich nur sehr wenig verändere wenn ich betrunken bin und deswegen auch nicht lockerer werde und drittens kommt mich dann das fortgehen immer günstiger.

Wenn mir die Gespräche zu anstrengend werden, oder ich einfach den Drang nach ein wenig Ruhe verspüre, dann setze ich mich in eine Ecke und sehe mir das muntere Treiben von etwas Entfernung aus an. Dann bin ich sehr froh, wenn der bei dem das Vorglühn organisiert ist ein Haustier besitzt, mit dem man spielen kann, das man streicheln kann (unsere Katze ist ungefähr 16jährig vor ein paar Jahren gestorben aber mein Onkel hat einen Bauernhof und zwei Hunde – einer davon ist gerade Trächtig jipiii – und auch Katzen).

Dann kommt wieder Leben in unsere Runde: irgendwann ist es soweit und wir brechen auf, in Richtung eines Festes, so eine Art Bierzelt, mit Liveband, die alle Klassiker zum mitgröhlen spielen.

Am Fest merken wir bald, dass der Mädchenanteil wieder in etwa bei 20% liegt, von denen 50% hässlich sind, warum wir uns nicht auf Aufriss begeben, sondern uns zur Bühne stellen und bei allen Liedern lautstark mitsingen. Irgendwann so gegen 3 Uhr beschließen wir die Heimreise anzutreten.

Nachdem ich alle heil zu Hause abgeliefert habe, fahre ich die 6 Serpentinen bis zu mir nach Hause auf den Flachberg. Dort ziehe ich mein nach Rauch stinkendes Gewand schon im Vorhaus aus und hoffe, dass es bis zum nächsten Morgen ausgelüftet ist. Dann kann ich schlafen bis 12 Uhr mittags. 

Das ist zwar keine richtige Party gewesen, aber ein durchschnittliches Fortgehen, mit verhältnismäßig viel Spass.

Danke Dominik für die tolle Stöckchenidee.



Musikholz
März 25, 2008, 10:03
Gespeichert unter: Stöckchen

Muss ein Stöckchen den Namen beibehalten? Ich weiß nicht. Ist mein erstes à also Dominik das mit den üblichen Verdächtigen ist also ein Blödsinn. Na gut, dann also los.

Wieviele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?

So ungefähr 15 gigabyte, was sich so bei diversen veranstaltungen zusammensammelt, von eigenen CDs und Freunden à bin nicht der gr. Download-freak, das meiste hab ich noch nie gehört aber ich bin zu faul um es zu löschen. Die exteren Festblatte machts möglich.

Die letzte CD, die du gekauft hast, …

Mein bester Griff ever, von der ich jetzt schon wirklich lange schwärme. Diese CD hat mir die Zeit an der Grenze verkürzt und sie ist einfach ein Glücksgriff gewesen: Karpatenhund #3 von Karpatenhund.

Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?

Ich muss zugeben eigentlich gar keines, wenn aber schon dann ware das wahrscheinlich tainte love gewesen à hab ich auf irgendeiner blogseite gelesen und mich daran erinnert, dass es ein fantastisches Lied ist. Nur die 6 Minutenversion ist doch ein bisschen lang.

Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre:

Wie könnte ich zur Zeit anders: Zusammen verschwinden von KarpatenhundWir beide von Juli (klasse Band, noch besseres Lied)I came for you von den Discoboys (werde ich bald in einem eigenen Beitrag erklären)Welthit von Fettes Brot (habe Ewigkeiten nach dem Lied gesucht)She will be loved von Maroon5 (herrlicher Beginn)

Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?

Das ist jetzt extrem schwer, weil ich so gut wie gar niemanden kenne und von denen die ich kenne fast alle sich schon damit beschäftigt haben also werde ich mal die Schokofee bitten. Und dann noch alle die wollen.

Ach ja: Ich bedanke mich bei Dominik für meine Stöckchen-Entjungferung



Es wird philosophiert
März 13, 2008, 8:17
Gespeichert unter: Probleme die meine Vorstellung übersteigen

Heute bin ich wieder über das Höhlengleichnis Platos gestolpert, was Anlass genug für mich wahr, nochmals darüber nachzudenken. Wem dieses Gleichnis nichts sagt, dem gebe ich einen kurzen Einblick, wer allerdings mehr darüber wissen möchte, der sollte sich im Internet, in Schulbüchern oder bei anderen gebildetetn Leuten schlau machen:

Das Höhlenglechnis beschäftigt sich mit der eingeschränkten Sichtweise des Menschen. Eine Gruppe von Menschen sitzt angebunden in einer Höhle und erhält nur Licht über ein Feuer das am Eingang brennt. Dieses Licht wirft Schatten. Weil sie sich nicht bewegen können und immer nur diese Schatten sehen, glauben sie, das sei die Welt, ihre einzige. Wenn man zu ihnen kommen würde und ihnen von der Welt ausserhalb der Höhle erzählen würde, dann würden sie dem Überbringer der Nachricht nicht glauben. Wenn man sie dann gewaltsam nach draußen bringen würde wären sie geblendet von der Sonne und das Licht würde ihnen Schmerzen bereiten. Wenn sie dann zurückkommen und die anderen holen möchten würde es ihnen genauso ergehen. Sie könnten wahrscheinlich nicht einmal mehr die Schatten, die vor wenigen Augenblicken noch ihre Welt war, wahrnehmen können, weil sich die Augen schon an die Helligkeit gewöhnt hat.

Eigentlich eine sehr einfache, aber doch auch extrem spannende Überlegung. Wenn man ein bisschen Phantasie hat, dann kann man dieses Beispiel sicherlich auf eigene Erfahrungen aus dem Alltag umlegen und es wird einem bewusst, wie engstirnig und naiv man manchmal oder eigentlich wehr oft durchs Leben geht.

Ein Lehrer, zugegeben nicht der beliebteste (Physik), hat uns ganz am Anfang, in einer seiner ersten Stunden ein Wort erklärt, das ich bas dahin nicht kannte. Mittlerweile ist es eigentlich zu meinem Lieblingswort geworden. Es klingt sehr intelligent und vermittelt noch dazu, dass es oft einen neuen völlig anderen Ansatz braucht um ein Problem zu lösen. Dieses Lösen von dem alten Denkmuster fällt mir oft sehr schwer, doch ich glaube, dass das sehr wichtig ist. Das Wort heißt Paradigmenwechsel.


 

Ich möchte hier aber nicht weiter über meine Erfahrungen über die Engstirnigkeit und auch oft Verbohrtheit reden. Lieber wäre es mir zum Nachdenken anzuregen. Philosophie bedeutet kluge Fragen stellen und diese Antworten immer wieder zu hinterfragen. Macht das doch mal. Alleine oder noch viel spannender in einer kleinen Gruppe, in der aber jeder zu Wort kommt


 

Ach ja und: be openminded, ANDERS ist nicht schlecht, nicht nur deine Vorstellungen sind die besten, gegenseitig voneinander lernen (hat wahrscheinlich schon wer vor mir gesagt, weiß aber nicht wer, oder wann, darum lasse ich diese Aufforderungen einfach so stehen)



Der Tanzkurs
März 12, 2008, 4:36
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben

 

Kaum zu glauben aber wahr. Ich mache zur Zeit meinen zweiten Tanzkurs. Der erste war der Standardtanzkurs den fast die gesamte Klasse in der, ich glaube; 6 Klasse Gymnasium, nicht einmal das weiß ich noch mit Gewissheit; gemacht hat. Eigentlich war das auch eine ganz schöne Erfahrung, auch wenn ich nie wirklich eine Begabung dafür entwickelt habe. Der Debütdantenball war anschließend überteuert und sehr leer. Eigentlich nicht gerade das, was man sich als noch fast Fortgehneuling erwartet. Selbst dei Debütdanten mussten Eintritt zahlen, was ich damals wie heute lächerlich finde.

Danach war lange Flaute. Ich ging auf Bälle, doch zum Tanzen konnte mich nie irgendjemand animieren. Ich kann es einfach auch nicht. Ich finde immer, dass ich lächerlich aussehe und mich wiel zu statisch bewege. Nich einmal beim Ausgehen am Samstagabend will ich mich zum Takt bewegen (selbstverständlich ohne die richtigen Grundschritte).

Und vor etwas mehr als drei Wochen habe ich quasi einen Neuanfang geschaft. Meine Mutter, die auch sehr gerne, viel öfter als es mit meinem Fortgehmuffel-Vater möglich ist, aus dem Haus kommen möchte, hatte wieder einmal einen Tanzkurs ausfindig gemacht, oder besser gesagt der Tanzkurs ist zu ihr gekommen. Sie hatte nämlich auch vor Jahren meinen Vater einmal dazugebracht einen solchen mit ihr zu besuchen. Und dieser Tanzlehrer von damals hat sie schon des öfteren gefragt ob sie denn nicht wieder einmal an einem seiner Kurse oder Übungsstunden teilnehmen will.

Ich glaube ganz ohne irgendwelche Erwartungen hat sie mich dann eines Abends über icq, ich war schon in der Slowakei gefragt, ob ich mit ihr tanzen gehen möchte. Ich sagte wie jeder Mann als erstes einmal:“Nein, soll doch Papi mit ihr gehen.“ Damals dachte ich noch ich müsste mit ihr auf irgendeine Veranstaltung, auf der die Tanzkünste schon eine Voraussetzung sind. Als ich nochmals mit meiner Schwester darüber redete und erfuhr, dass es sich um einen Anfängertanzkurs handelt, gefiel mir die Idee schon um einiges besser und so fragte ich Mami ob sie denn noch immer wolle als ich am Wochenende nach Hause kam.

Das nächste Wochenende war es dann auch schon so weit. Ich besuchte mit meiner Mutter gemeinsam die erste Tanzstunde. Zum Glück lauter „alte“ (zumindest im Verhältnis zu mir) Leute, die ich auch nicht wirklich kenne. Die Eltern von einem Jungen, der in meine Parallelklasse gegangen ist, waren schon das was am nächsten einer Bekanntschaft kommen.

Mittlerweile habe ich schon 3 von 8 Stunden hinter mir und ich muss sagen, dass es eigentlich richtig Spass macht. Nicht so, dass ich es mein Leben lang und wahrscheinlich nicht einmal so, dass ich es oft in der Öffentlichkeit machen möchte, aber zumindest so, dass mir nicht um die Zeit leid ist oder um das Fußballspielen mit meinen Freunden, dass ich auf Grund des Tanzens jetzt lieber absage (ist ja auch nur mehr an 5 Wochenenden).

 Ich werde wohl nie der große Tänzer werden und auch nicht auf Bällen von 8 bis 3 Uhr durchtanzen, aber die Grundschritte sollte man eben doch beherrschen. Man weiß ja nie. Ausserdem was wirklich erstaunlich ist, oder bei genauerer Betrachtung auch wieder nicht, dass beim zweiten Tanzkurs alles viel leichter geht als beim ersten Mal.



Technische Mathematik
März 5, 2008, 2:12
Gespeichert unter: Zukunftsgedanken

Was willst du nach diesem Job dann machen?

Studieren.

 

Und Was?

Technische Mathematik.

 

Große Augen sehen mich an. Du bist ja verrückt, das könnte ich mir nicht vorstellen, bow das klingt aber intelligent, wird schon sehen, dass das viel zu schwer ist. Ich weiß es nicht was sich die Leute, denen ich von meinem Vorhaben erzähle, denken. Kann mir nur einige Vorstellungen davon machen.

 

Bewunderung wünscht sich jeder, Tadel oder unglaube ist ein neuer Ansporn und so erzähle ich gerne von meinem Plan in Linz diese Studienrichtung zu wählen. Lange habe ich nicht gewusst was ich eigentlich wirklich will. Als kleines Kind wollte ich Anwalt werden, dem Fernsehen sei dank. Die interessanten, gut gekleideten Herren in den Serien waren der Anreiz. Aber seit den Gerichtssendungen auf den deutschen Privatsendern ist dieser Traum aus. Ausserdem hat mich das sture Paragraphenlernen doch nicht angesehn.

Und jetzt steht die Entscheidung fest: technische Mathematik also. Der Grund: Ich habe mich in der Schule schon immer sehr leicht in diesem Fach getan und ein Berufsorientierungstest in der 8. Klasse des Gymnasiums hat auch in diese Richtung gewiesen. Lehrer wollte ich dann doch nicht werden. Zu viele Typen der bösartigen Schüler habe ich kennengelernt. Wenn überhaupt nur Lehrer für ältere Schüler oder ein Proffessor an der Uni. Aber mal sehen ob ich auch einen Doktor mache oder mich vielleicht sogar nach einem halben Jahr umentscheide und Wirtschaft oder etwas anderes studiere.

 

Sollt mir jetzt dann langsam eine Wohnung suchen, aber damit wartet man erfahrungsgemäß immer bis auf den letzten Drücker. Auch ein Freund hat kürzlich davon gesprochen. Er will nach Leoben, aber seit meiner Bundesheerzeit habe ich eine Abneigung gegen die Steiermark, obwohl sie landschaftlich sehr schön ist.

 

Ich glaube ich lasse mich jetzt noch ein paar Wochen ein bisschen treiben bevor ich mir dann wirklich ernsthafte Gedanken über meinen Verbleib und meine künftigen Lernfortschritte mache. Und dann freue ich mich noch auf den nächsten Sommer, den ich ganz und gar nur genießen werde. Vielleicht in Gmunden, vielleicht in ganz Europa.



Zu Nah am Wasser gebaut
März 5, 2008, 12:31
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben

Ich bin ein Gefühlsmensch. Auch wenn ich Angst vor Nähe zu unbekannten Menschen habe. Wenn ich jemanden nahe an mich herankommen lasse, dann muss ich ihn/ sie erstens schon lange kennen und zweitens gern haben. Also ich kann einfach kein Vertrauen von heute auf morgen zu einem Fremden aufbauen, auch wenn ich zu mindestens 80% ein Optimist bin und nur das Gute in den Menschen sehe. Die Fehler suche ich meistens bei mir.

Gerne sehe ich mir Filme an, lese Bücher oder kurze Geschichten. Teilweise auch in anderen Blogs. Musik hören, und von der Sonne wärmen lassen. Einfach nur auf der Liege am Balkon chillen, relaxen, entspannen. Doch mir gehen viele Dinge einfach zu Nahe. Bei einer traurigen Szene in einem Film, einem Drama bin ich der zweite (meine Mutter ist noch ärger) der heult. Da kann man gar nichts machen. Ich will das ja gar nicht, aber es kommt von selbst. Mir ist noch nicht so viel Schlimmes in meinem Leben geschehen, vielleicht deswegen. Trotzdem tut es gut solche Bücher zu lesen, solche Filme zu sehen, solcher Musik zu lauschen.

Vielleicht bin ich deswegen auch zum Bundesheer und nicht zum Zivildienst gegangen. Hätte das wahrscheinlich nicht ausgehalten. Ausserdem war es kürzer und es gab weniger Stress zwecks Stelle suchen und so.

Betrübtheit kann mir schon Nahe gehen, aber eigentlich ist mir das lieber, als wenn ich teilnahmslos durch das Leben wandern würde. Das einzige Problem was ich damit habe, ist dass ich in so schwierigen Momenten nie die richtigen Worte finde und so stehe ich dann immer hilflos neben der betroffenen Person. Ich hoffe dass ist zumindest besser als wenn ich etwas falsches sagen würde. Da sein, Nähe geben, die Möglichkeit bieten einen Zuhörer zu haben. Das kann ich. Mehr nicht



Meine Karriere als Dachdecker
März 5, 2008, 9:32
Gespeichert unter: Weltereignisse aus meiner Sicht

OK, ich gebe ja zu, dass ich ein bisschen spät dran bin aber am Wochenende muss das Wochenende muss man immer genießen und so viel Zeit wie möglich mit der Familie verbringen, wenn man wie ich unter der Woche nicht zu Hause im kleinen Kaff in Oberösterreich sein kann, sondern sich sein Geld und vor allem die Erfahrung des ersten Berufspraktikums in der Slowakei verdient. Am Montag und Dienstag bin ich echt nicht dazu gekommen, weil ich mit Freunden quatschen, arbeiten oder mit den Arbeitskollegen Billiard und Tischfußball spielen musste…

Nichtsdestotrotz habe ich auch meine Erfahrungen mit EMMA gemacht, dem Lüftchen das orkanartig über halb Mitteleuropa gefägt ist. Als wir vom schon zur gewohnheit gewordenen Samstagseinkauf zurückgekommen sind, dieses Mal bin ich auch wieder einmal aus dem Bett gekommen, mach ich ’s mir vor dem Fernseher gemütlich, weil meine Mutter ganz unerbitterlich meine Hilfe beim Kochen abgelehnt hat und nur meinte: „Beim Abwaschen kannst dann helfen“. Da freut man sich. Die lustige und vielfältige Arbeit des Kochens kann man nicht genießen, nein echt mir macht kochen unheimlichen Spaß, aber beim eintönigen Abtrocknen ist man der gefragteste Mensch.

Genug davon: der Wind kommt langsam auf, die Bäume beginnen sich schon im Wind zu wiegen. Die Berieselung durch die Glotze wird jeh unterbrochen à Mama meint ich solle eine Taschenlampe suchen, weil bei uns zu Hause standardmäßige die Batterien leer sind, und diese Start-Klar machen. Gesagt, getan.

Kann ich noch irgendwie behilflich sein?

Nö, im Moment weiß ich nichts.

Da braust auch schon Vati bei mir vorbei, die schmutzigen Arbeitsklamotten in der Hand. Sah schon komisch aus, Vater in der Unterhose mit dem Gewand in der Hand.

Was ist los?

Ich schau ein wenig auf den Dachboden.

Wieso?

Es hat schon wieder ein paar Ziegeln genommen.

Soll ich helfen?

Naja, wenn du Zeit hast. Gerne!

Also krame auch ich nach dem hässlichsten und ältesten Pullover den ich finden kann. Es wird ein blauer Backstreetboyspullover. Nö hab ich nicht selber gekauft. Zu Weihnachten von irgendwelchen Bekannten geschenkt bekommen. Und nicht mal ich, sondern meine Schwester. Ich bekam einen Pullover mit dem Michael Schuhmacher à vielen Dank auch.

Oben am Dachboden angekommen bot sich ein Bilde des Schreckens. Ach war gar nicht so schlimm. Gab so drei, vier Stellen wo um die 5 Ziegel fehlten. Das Abenteuer des Umherkraxlns (=Herumkletterns) auf den Pfosten und das Einhängen der Ziegel gefiel mir recht gut. Dass sich das Dachdecken in letzter Zeit gehäuft hat, kann entweder mit den zunehmenden Stürmen oder der Tatsache zu tun haben, dass wir es in letzter Zeit immer selber repariert haben J ;) . Obwohl da fällt mir ein, dass es im Sommer von der Dachdeckerei überprüft wurde.

Für mich war es also ein kleines Abenteuer der Sturm, aber für viele Menschen auch ein tragisches Erlebnis. Meine besten Wünsche an diejenigen.