Gespeichert unter: Zukunftsgedanken
Was willst du nach diesem Job dann machen?
Studieren.
Und Was?
Technische Mathematik.
Große Augen sehen mich an. Du bist ja verrückt, das könnte ich mir nicht vorstellen, bow das klingt aber intelligent, wird schon sehen, dass das viel zu schwer ist. Ich weiß es nicht was sich die Leute, denen ich von meinem Vorhaben erzähle, denken. Kann mir nur einige Vorstellungen davon machen.
Bewunderung wünscht sich jeder, Tadel oder unglaube ist ein neuer Ansporn und so erzähle ich gerne von meinem Plan in Linz diese Studienrichtung zu wählen. Lange habe ich nicht gewusst was ich eigentlich wirklich will. Als kleines Kind wollte ich Anwalt werden, dem Fernsehen sei dank. Die interessanten, gut gekleideten Herren in den Serien waren der Anreiz. Aber seit den Gerichtssendungen auf den deutschen Privatsendern ist dieser Traum aus. Ausserdem hat mich das sture Paragraphenlernen doch nicht angesehn.
Und jetzt steht die Entscheidung fest: technische Mathematik also. Der Grund: Ich habe mich in der Schule schon immer sehr leicht in diesem Fach getan und ein Berufsorientierungstest in der 8. Klasse des Gymnasiums hat auch in diese Richtung gewiesen. Lehrer wollte ich dann doch nicht werden. Zu viele Typen der bösartigen Schüler habe ich kennengelernt. Wenn überhaupt nur Lehrer für ältere Schüler oder ein Proffessor an der Uni. Aber mal sehen ob ich auch einen Doktor mache oder mich vielleicht sogar nach einem halben Jahr umentscheide und Wirtschaft oder etwas anderes studiere.
Sollt mir jetzt dann langsam eine Wohnung suchen, aber damit wartet man erfahrungsgemäß immer bis auf den letzten Drücker. Auch ein Freund hat kürzlich davon gesprochen. Er will nach Leoben, aber seit meiner Bundesheerzeit habe ich eine Abneigung gegen die Steiermark, obwohl sie landschaftlich sehr schön ist.
Ich glaube ich lasse mich jetzt noch ein paar Wochen ein bisschen treiben bevor ich mir dann wirklich ernsthafte Gedanken über meinen Verbleib und meine künftigen Lernfortschritte mache. Und dann freue ich mich noch auf den nächsten Sommer, den ich ganz und gar nur genießen werde. Vielleicht in Gmunden, vielleicht in ganz Europa.
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Ich bin ein Gefühlsmensch. Auch wenn ich Angst vor Nähe zu unbekannten Menschen habe. Wenn ich jemanden nahe an mich herankommen lasse, dann muss ich ihn/ sie erstens schon lange kennen und zweitens gern haben. Also ich kann einfach kein Vertrauen von heute auf morgen zu einem Fremden aufbauen, auch wenn ich zu mindestens 80% ein Optimist bin und nur das Gute in den Menschen sehe. Die Fehler suche ich meistens bei mir.
Gerne sehe ich mir Filme an, lese Bücher oder kurze Geschichten. Teilweise auch in anderen Blogs. Musik hören, und von der Sonne wärmen lassen. Einfach nur auf der Liege am Balkon chillen, relaxen, entspannen. Doch mir gehen viele Dinge einfach zu Nahe. Bei einer traurigen Szene in einem Film, einem Drama bin ich der zweite (meine Mutter ist noch ärger) der heult. Da kann man gar nichts machen. Ich will das ja gar nicht, aber es kommt von selbst. Mir ist noch nicht so viel Schlimmes in meinem Leben geschehen, vielleicht deswegen. Trotzdem tut es gut solche Bücher zu lesen, solche Filme zu sehen, solcher Musik zu lauschen.
Vielleicht bin ich deswegen auch zum Bundesheer und nicht zum Zivildienst gegangen. Hätte das wahrscheinlich nicht ausgehalten. Ausserdem war es kürzer und es gab weniger Stress zwecks Stelle suchen und so.
Betrübtheit kann mir schon Nahe gehen, aber eigentlich ist mir das lieber, als wenn ich teilnahmslos durch das Leben wandern würde. Das einzige Problem was ich damit habe, ist dass ich in so schwierigen Momenten nie die richtigen Worte finde und so stehe ich dann immer hilflos neben der betroffenen Person. Ich hoffe dass ist zumindest besser als wenn ich etwas falsches sagen würde. Da sein, Nähe geben, die Möglichkeit bieten einen Zuhörer zu haben. Das kann ich. Mehr nicht
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OK, ich gebe ja zu, dass ich ein bisschen spät dran bin aber am Wochenende muss das Wochenende muss man immer genießen und so viel Zeit wie möglich mit der Familie verbringen, wenn man wie ich unter der Woche nicht zu Hause im kleinen Kaff in Oberösterreich sein kann, sondern sich sein Geld und vor allem die Erfahrung des ersten Berufspraktikums in der Slowakei verdient. Am Montag und Dienstag bin ich echt nicht dazu gekommen, weil ich mit Freunden quatschen, arbeiten oder mit den Arbeitskollegen Billiard und Tischfußball spielen musste…
Nichtsdestotrotz habe ich auch meine Erfahrungen mit EMMA gemacht, dem Lüftchen das orkanartig über halb Mitteleuropa gefägt ist. Als wir vom schon zur gewohnheit gewordenen Samstagseinkauf zurückgekommen sind, dieses Mal bin ich auch wieder einmal aus dem Bett gekommen, mach ich ’s mir vor dem Fernseher gemütlich, weil meine Mutter ganz unerbitterlich meine Hilfe beim Kochen abgelehnt hat und nur meinte: „Beim Abwaschen kannst dann helfen“. Da freut man sich. Die lustige und vielfältige Arbeit des Kochens kann man nicht genießen, nein echt mir macht kochen unheimlichen Spaß, aber beim eintönigen Abtrocknen ist man der gefragteste Mensch.
Genug davon: der Wind kommt langsam auf, die Bäume beginnen sich schon im Wind zu wiegen. Die Berieselung durch die Glotze wird jeh unterbrochen à Mama meint ich solle eine Taschenlampe suchen, weil bei uns zu Hause standardmäßige die Batterien leer sind, und diese Start-Klar machen. Gesagt, getan.
Kann ich noch irgendwie behilflich sein?
Nö, im Moment weiß ich nichts.
Da braust auch schon Vati bei mir vorbei, die schmutzigen Arbeitsklamotten in der Hand. Sah schon komisch aus, Vater in der Unterhose mit dem Gewand in der Hand.
Was ist los?
Ich schau ein wenig auf den Dachboden.
Wieso?
Es hat schon wieder ein paar Ziegeln genommen.
Soll ich helfen?
Naja, wenn du Zeit hast. Gerne!
Also krame auch ich nach dem hässlichsten und ältesten Pullover den ich finden kann. Es wird ein blauer Backstreetboyspullover. Nö hab ich nicht selber gekauft. Zu Weihnachten von irgendwelchen Bekannten geschenkt bekommen. Und nicht mal ich, sondern meine Schwester. Ich bekam einen Pullover mit dem Michael Schuhmacher à vielen Dank auch.
Oben am Dachboden angekommen bot sich ein Bilde des Schreckens. Ach war gar nicht so schlimm. Gab so drei, vier Stellen wo um die 5 Ziegel fehlten. Das Abenteuer des Umherkraxlns (=Herumkletterns) auf den Pfosten und das Einhängen der Ziegel gefiel mir recht gut. Dass sich das Dachdecken in letzter Zeit gehäuft hat, kann entweder mit den zunehmenden Stürmen oder der Tatsache zu tun haben, dass wir es in letzter Zeit immer selber repariert haben J
. Obwohl da fällt mir ein, dass es im Sommer von der Dachdeckerei überprüft wurde.
Für mich war es also ein kleines Abenteuer der Sturm, aber für viele Menschen auch ein tragisches Erlebnis. Meine besten Wünsche an diejenigen.