Gespeichert unter: Weltereignisse aus meiner Sicht
OK, ich gebe ja zu, dass ich ein bisschen spät dran bin aber am Wochenende muss das Wochenende muss man immer genießen und so viel Zeit wie möglich mit der Familie verbringen, wenn man wie ich unter der Woche nicht zu Hause im kleinen Kaff in Oberösterreich sein kann, sondern sich sein Geld und vor allem die Erfahrung des ersten Berufspraktikums in der Slowakei verdient. Am Montag und Dienstag bin ich echt nicht dazu gekommen, weil ich mit Freunden quatschen, arbeiten oder mit den Arbeitskollegen Billiard und Tischfußball spielen musste…
Nichtsdestotrotz habe ich auch meine Erfahrungen mit EMMA gemacht, dem Lüftchen das orkanartig über halb Mitteleuropa gefägt ist. Als wir vom schon zur gewohnheit gewordenen Samstagseinkauf zurückgekommen sind, dieses Mal bin ich auch wieder einmal aus dem Bett gekommen, mach ich ’s mir vor dem Fernseher gemütlich, weil meine Mutter ganz unerbitterlich meine Hilfe beim Kochen abgelehnt hat und nur meinte: „Beim Abwaschen kannst dann helfen“. Da freut man sich. Die lustige und vielfältige Arbeit des Kochens kann man nicht genießen, nein echt mir macht kochen unheimlichen Spaß, aber beim eintönigen Abtrocknen ist man der gefragteste Mensch.
Genug davon: der Wind kommt langsam auf, die Bäume beginnen sich schon im Wind zu wiegen. Die Berieselung durch die Glotze wird jeh unterbrochen à Mama meint ich solle eine Taschenlampe suchen, weil bei uns zu Hause standardmäßige die Batterien leer sind, und diese Start-Klar machen. Gesagt, getan.
Kann ich noch irgendwie behilflich sein?
Nö, im Moment weiß ich nichts.
Da braust auch schon Vati bei mir vorbei, die schmutzigen Arbeitsklamotten in der Hand. Sah schon komisch aus, Vater in der Unterhose mit dem Gewand in der Hand.
Was ist los?
Ich schau ein wenig auf den Dachboden.
Wieso?
Es hat schon wieder ein paar Ziegeln genommen.
Soll ich helfen?
Naja, wenn du Zeit hast. Gerne!
Also krame auch ich nach dem hässlichsten und ältesten Pullover den ich finden kann. Es wird ein blauer Backstreetboyspullover. Nö hab ich nicht selber gekauft. Zu Weihnachten von irgendwelchen Bekannten geschenkt bekommen. Und nicht mal ich, sondern meine Schwester. Ich bekam einen Pullover mit dem Michael Schuhmacher à vielen Dank auch.
Oben am Dachboden angekommen bot sich ein Bilde des Schreckens. Ach war gar nicht so schlimm. Gab so drei, vier Stellen wo um die 5 Ziegel fehlten. Das Abenteuer des Umherkraxlns (=Herumkletterns) auf den Pfosten und das Einhängen der Ziegel gefiel mir recht gut. Dass sich das Dachdecken in letzter Zeit gehäuft hat, kann entweder mit den zunehmenden Stürmen oder der Tatsache zu tun haben, dass wir es in letzter Zeit immer selber repariert haben J
. Obwohl da fällt mir ein, dass es im Sommer von der Dachdeckerei überprüft wurde.
Für mich war es also ein kleines Abenteuer der Sturm, aber für viele Menschen auch ein tragisches Erlebnis. Meine besten Wünsche an diejenigen.
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