Gespeichert unter: Stöckchen
Durch meine Lieblingsblogs geschländert, wie ein Lesewurm in mich hineingefressen und plötzlich ein köstliches Blatt eines herumliegendes Stöckchens gefunden:
Man stelle sich nur mal vor, man wäre auf einer Party. Einer imaginären Party. Man könnte es Blogparty nennen. Ich bin gerade erst aus dem Auto gestiegen und bewege mich zum Eingang. Und nun habe ich die Aufgabe, einen imaginären Partyabend zu durchleben. Herzlich Willkommen zu einem völlig neuen Stöckchen.
Eigenlich echt schwer, weil es sooooooo viele Möglichkeiten gibt, einen tollen Abend zu verbringen. Die Geburtstagsfeier bei Martin war zum Beispiel so ein Abend, weil ich wieder so viele ehemalige Schulkollegen aus der besten Klasse die man sich vorstellen kann getroffen hat, die ich schon seit 8, 9 Monaten nocht mehr gesehen habe. Sehr gemütlich, toller Abend.
Aber jetzt werde ich doch ein bisschen imaginärer:
Also ich stelle den Motor des Autos vor dem Haus meines besten Freundes ab, steige aus und hole ihn ab. Er ist gerade mit dem Duschen fertig geworden und weil er kurz zuvor noch den entscheidenden Pass in einem Fussballspiel gegeben hat und danach schon mit dem Feiern angefangen hat, sitzt er jetzt mit einem oder zwei Kornspitz mit Wurst neben mir. Er hatte also fast zu wenig Zeit, aber immer noch besser wie ein anderer Freund, der sich wirklich jedes Mal zu viel Zeit nimmt und egal wie viele Minuten man auch zu spät vor seiner Haustüre steht, er braucht immer noch 5 zusätzliche (Da es aber so viel Spass mit ihm ist, nimmt man das alles gerne in Kauf).
Gemeinsam geht also die Reise zu dem nächsten unserer Gruppe. Dort kommt man zusammen. Nicht viele, eine illustre Runde mit wenigen aber der wichtigsten Leute, damit man eine Gaudi hat. Leider konnte der eine wieder einmal nicht dabei sein. Seit dem er eine Freundin hat, ist er wirklich viel zu selten mit von der Partie. Er ist zwar nicht der erste aus der Gruppe der eine Freundin hat, aber der erste bei dem es wirklich so sehr auffällt.
Wir sitzen hier. Gemeinsam. Reden über alte Erinnerungen eines gemeinsamen Urlaubs. Am Beginn bin ich noch öfter der, der versucht das Gespräch ins Laufen zu bringen. Später werde ich dann eher zum stillen Zuhörer. Wir spielen irgendein Spiel, bei dem man Eigenschaften der anderen einschätzen muss und irgendwann fangen wir dann doch an, irgendein Trinkspiel zu beginnen, damit auch mal ein bisschen etwas weiter geht. Ich trinke an diesem Abend nichts da ich ja mit dem Auto unterwegs bin. Macht mir eigentlich aber gar nichts. Erstens ist es lustiger wenn alle anderen gut drauf sind, zweitens kommt mir vor, dass ich mich nur sehr wenig verändere wenn ich betrunken bin und deswegen auch nicht lockerer werde und drittens kommt mich dann das fortgehen immer günstiger.
Wenn mir die Gespräche zu anstrengend werden, oder ich einfach den Drang nach ein wenig Ruhe verspüre, dann setze ich mich in eine Ecke und sehe mir das muntere Treiben von etwas Entfernung aus an. Dann bin ich sehr froh, wenn der bei dem das Vorglühn organisiert ist ein Haustier besitzt, mit dem man spielen kann, das man streicheln kann (unsere Katze ist ungefähr 16jährig vor ein paar Jahren gestorben aber mein Onkel hat einen Bauernhof und zwei Hunde – einer davon ist gerade Trächtig jipiii – und auch Katzen).
Dann kommt wieder Leben in unsere Runde: irgendwann ist es soweit und wir brechen auf, in Richtung eines Festes, so eine Art Bierzelt, mit Liveband, die alle Klassiker zum mitgröhlen spielen.
Am Fest merken wir bald, dass der Mädchenanteil wieder in etwa bei 20% liegt, von denen 50% hässlich sind, warum wir uns nicht auf Aufriss begeben, sondern uns zur Bühne stellen und bei allen Liedern lautstark mitsingen. Irgendwann so gegen 3 Uhr beschließen wir die Heimreise anzutreten.
Nachdem ich alle heil zu Hause abgeliefert habe, fahre ich die 6 Serpentinen bis zu mir nach Hause auf den Flachberg. Dort ziehe ich mein nach Rauch stinkendes Gewand schon im Vorhaus aus und hoffe, dass es bis zum nächsten Morgen ausgelüftet ist. Dann kann ich schlafen bis 12 Uhr mittags.
Das ist zwar keine richtige Party gewesen, aber ein durchschnittliches Fortgehen, mit verhältnismäßig viel Spass.
Danke Dominik für die tolle Stöckchenidee.
5 Kommentare bis jetzt
Kommentieren
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Yeah. Das Stöckchen macht schon richtig die Runde. Wunderbar umgesetzt, mein Lieber. War ja klar, Mädchenanteil ist immer verdammt blöd aufgeteilt, wem sagst du das. Und typisch Mekmek: Bierzelt
Als Gschwandtner kann man einfach ned anders, oder?
Kommentar von just4ikarus März 25, 2008 @ 10:48das stimmt, als gschwandtner –> aber wenn ich ehrlich bin, sind mir die anderen bierzelter lieber, da kenne ich nicht so viele idioten. Ausserdem sind mir alle Feiern recht, wo man rumgröhlen kann, also ich meinte mitsingen.
Kommentar von mekmek März 25, 2008 @ 11:18ich find die umsetzung deines stöckchens wirklich sehr hübsch, gefällt mir ausgesprochen gut. und der mädchenanteil is wirklich sooo gering=?
na ja, wundert mich nicht unbedingt, weils mich ja auch nie in die bierzelter treibt, a) die eintrittspreise sind horrend und b) da sind immer so viele angesoffene. ^^
Kommentar von lahja März 25, 2008 @ 1:39Ich habe das schon oben erklärt, bin nicht nur in bierzelten. sondern auch in auf anderen veranstaltungen
Kommentar von mekmek März 25, 2008 @ 3:29pfft. das sagen sie alle. ^^
Kommentar von lahja März 25, 2008 @ 9:50