La vie – life – Leben


zu mainstream zum bloggen?
März 26, 2008, 6:23
Gespeichert unter: Entstehung

Dieser Gedanke ist mir heute beim nachdenken über meine Gewohnheiten gekommen und irgendwie auch als ich ein Stöckchen bearbeitet habe. Ja ich gehe gerne auf irgendwelche Festl, Bierzelt, Watergate, Empire in Linz (wenn auch nicht wirklich oft) oder sogar ins Brandl in Gmunden (zur Erklärung: dieses Lokal ist normalerweise jeden Samstag so überfüllt, dass man sich nicht umdrehen kann, es ist einfach viel zu klein dafür, dass es die einzige wirkliche Anlaufstelle in der Gmundner Nachtschwärmerszene ist. LBar –> zu wenige Leute, ist nur zum Entspannen und Luftholen gut, wenn ich fortgehe muss sich aber etwas tun; Citrus –> dafür dass dort verhältnismäßig so wenige Leute sind kenne ich zu wenige; Blauer Affe –> ein bisschen schnöselig; Pepito –> was soll man da noch sagen; Motto –> höchstens der Karaokeabend;…).

Also in dieses MainstreamLokal schlecht hin gehe ich, von Abwechslung in der Musik ist leider sehr wenig zu spüren, es sind auch immer irgendwelche komischen Leute drinnen, die einen anstreun (=belästigen, aufdringlich werden). Und warum? Eigentlich nicht weil es mir um so vieles besser gefällt wie die anderen Lokale, sondern weil meine Freunde dort sind, mit denen ich beim Fortgehen einfach am meisten Spass habe. Jetzt könnt ihr euch denken, ja klar Mitläufer, Rockzipfel-Hänger, Beckenrandschwimmer, … Aber ist es nicht auch irgendwie so, dass man einfach dafür, dass man mit seinen Freunden etwas unternehmen kann ganz gerne in Kauf nimmt, dass man mal wohingeht, wohin man eigentlich alleine nicht hingehen würde.

Aber in meinen zugegeben noch kleinen Kenntnisse in der Blogwelt habe ich noch nicht sehr viele Mainstreamschwimmer gefunden. Vielleicht liegt es daran, dass diese Leute sich nicht die Mühen machen, die Zeit nehmen einfach draufloszuschreiben. Vielleicht daran, dass jeder nur seine Besonderheiten beschreibt, wer erzählt schon gerne von Banalitäten (–> ach ja möchte bald wieder einen Beitrag bringen, der als Nachfolger zu Das große Geschäft gelten könnte – irgendwelche Vorschläge?). Vielleicht empfinde ich auch nur Erzählungen aus dem Leben anderer immer als spannend und irgendwie einzigartig, wenn sie intim genug bzw. von Herzen sind.

Ganz egal, Mainstream oder nicht, Spass muss einem das Schreiben machen. Man tut es ja vor allem für sich. Ansonsten würde man es ja nicht tun, oder es zumindest zu seinem Beruf machen ;) . Und wenn ich so ganz genau darüber nachdenke, dann kann man mich ja eigentlich auch nicht in die Mainstreamkiste geben: Ein 19jähriger Junge, der für 5 Monate von Österreich zum Arbeiten in die Slowakei geht, ist doch nicht alltäglich, oder? Gute Noten sind doch auch nicht vom Himmel gefallen. Eine Freundschaft, die 5 Jahre nach der gemeinsamen Schulkarriere noch immer besteht, will genauso erhalten werden und kann nicht als eine Selbsverständlichkeit hingenommen werden. Und naja, dass bloggen macht ja auch nicht jeder, hoff ich zumindest, sonst hör ich nämlich auf – oder doch nicht, hab ja gerade erst angefangen.