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Vertrauen ist gut, Kontrolle wäre oft besser.
Alles schien perfekt geplant oder zumindest gut durchdacht. Mein direkter Vorgesetzter hat mich am Dienstag, also zugegebenermaßen sehr kurzfristig gefragt, ob ich nach Bratislava in die Oper mitgehen wolle. Ich habe ihm kurzentschlossen zugesagt und auch noch ein anderer Österreicher ist mitgefahren. Die Wagnervorstellung hat um 19 Uhr angefangen, die reservierten Karten waren um 18 30 Uhr abzuholen. Da genügt es doch, wenn wir um 17 15 Uhr wegfahren, einen kurzen Abstecher in das 30 Minuten entfernte Nitra machen und dann erst die Reise in das 90 km entfernte Bratislava antreten.
Ich bin gefahren, mit meinem Höchsttempo von 140 km/h. Meine beiden Vorgestzten haben mir weißzumachen versucht, sie wüssten ganz genau, wo die Oper in Bratislava sei. Wir brauchen weder ein Navi einzuschalten, noch sollten wir uns einen Stadtplan besorgen oder auch nur die Route im Internet vorher anschauen.
Enstaunlicherweise kamen wir sogar pünktlich um 17 10 Uhr aus der Firma weg. Gaben in Nitra ein Packet ab und fuhren blitzeschnell in die slowakische Hauptstadt. Auch hier behinderten uns nur wenige Baustellen. Doch trotzdem stellte sich der Weg als ein wenig lang heraus und die Abfahrtszeit als eine Spur zu spät, wollten wir die Karten noch rechtzeitig um 18 30 Uhr abholen. Doch solch reservierte Karten wurden in der Regel ja ohnehin noch immer ein wenig länger aufbehalten.
Meine beiden Reisebegleiter wussten sogar, dass es in Bratislava eine alte und eine neue Oper gibt und auch, dass wir zur neuen müssen, die bei der auch der Katamaran aus Wien direkt vor der Einganstür anhält.
In Bratislava selbst gab es auch weder Stau noch größere Verzögerungen zwecks des Verkehrs oder anderen unvorhersehbaren, dramatischen Ereignissen. Wir mussten nur einmal kurz umdrehen und suchten uns dann einen Parkplatz in der Tiefgarage des SAS, besser bekannt als Charlton Hotel. Die Abstellplätze sind für einen Opel Zafira eher klein aber es ging sich schön aus und schnell hatten wir einen Parkplatz am obersten Parkdeck.
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass wir nun doch bei dem falschen Veranstaltungssaal waren, weder bei der neuen, noch bei der alten Oper waren, erfragten wir uns den Weg zum Ziel. Es war mittlerweile schon 20 Minuten vor 7 Uhr. Ein netter Passant hat uns auf deutsch erklärt, dass die Oper in dieser Richtung ungefähr 300 Meter entfernt sei. Ich glaube er hat eher 3000 Meter gemeint. Zusätzlich schnitt uns noch eine Baustelle den direkten Weg zum Wagner-Konzert ab. Wir mussten kehrt machen, ein Stück zurückgehen und diese Hürde umgehen.
Nichtsdestotrotz sind wir um etwa 18 58 Uhr angekommen. Meine beiden Anführer strebten zielstrebig in das Gebäude hinein, ich hinterher. Drinnen wurde uns erklärt die Kassa sei woanders. Wir schon ein bisschen im Stress rannten hinaus, sahen uns um und fanden die Kassa erst wieder nicht. Die nächste herumstehende Person, ein fein gekleideter Herr wurde gefragt und er erklärte uns in gar nicht so schlechtem Deutsch, es ist eine Schande, dass ich noch immer nicht Slowakisch kann, hatte keine Zeit und keinen Lehrmeister, dass die Kassa einen Stock tiefer sei. Wir hasteten dorthin, bei einer abendlichen Wärme von 28,5° Celsius gar nicht so angenehm in den schicken Klamotten. Nun kamen wir um 19 00 Uhr dort an, ja es war noch nicht einmal nach sieben. Aber die Türe war zu. Ein nicht wirklich gesprächsbereiter VErkäufer gab uns zu verstehen, dass es zu spät sei und der Kartenverkauf schon abgeschlossen sei.
Daraufhin machten wir uns auf, gingen in Bratislava spazieren. Teilweise kommt einem diese Stadt wie der reinste Ostblock vor, teilweise hat der alte Stadtkern auch seinen Charm.
Leider kann ich euch nun nicht von meiner ersten Oper erzählen, aber ich habe auch etwas daraus gelernt. Bei einem Zusammenspiel von vielen unglücklichen Zufällen kann man oft nichts machen. Man sollte dann gute Miene zum bösen Spiel machen. Wären wir früher weggefahren, hätten wir in Nitra das Packet nicht abgegeben, wäre ich schneller gefahren, hätten wir irgendeine Ahnung von der Stadt, bzw. dem Platz der Oper gehabt, hätten wir nicht so ungünstig am anderen Ende der Stadt geparkt, wäre die Baustelle nicht gewesen oder hätte der Kartenverkäufer ein bisschen Mitleid gezeigt, ich hätte meine erste Oper in der Slowakei erlebt. Wäre um Stunden später ins Bett gekommen, hätte keine so tolle Geschichte zu erzählen und hätte auch wahrscheinlich noch nie Sushi gegessen.
Ja genau, anstatt der Oper gingen wir essen. Japanisch. Hat meine Geschmacksnerven nicht wirklich vom Hocker gerissen aber was solls. Noch dazu haben es sich meine zwei Vorgesetzten nicht nehmen lassen mich einzuladen und so habe ich wieder ungefähr 15 € gespart. Also im großen und ganzen war es ein sehr netter unterhaltsamer und ereignisreicher Abend. Heute wollte ich eigentlich Fußballspielen gehen, aber als ich am Platz ankam war niemand da. Irgendetwas verfolgt mich. Aber wie gesagt, think positiv, dadurch hatte ich viel Zeit diesen Eintrag zu hinterlassen.;)
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Morgen darf ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Oper ansehen und dann gleich richard Wagner. Wie es dazu gekommen ist fragt ihr euch? Heute am Vormittag bin ich von meinem Chef in der Arbeit gefragt worden ob ich morgen Abend Lust hätte mit ihm und noch einem Österreicher, der in der Slowakei arbeitet, diese Oper in Bratislava zu besuchen. Die teuersten Karten kosten 300 Kronen, was ungefähr 10€ entspricht und somit fast geschenkt ist. Das Programm besteht aus verschiedenen Wagner Stücken. Man kann es also als Medly bezeichnen.
Ich bin gespannt ob mir das zusagen wird oder ob ich es als einschläfernd empfinde. Grundsätzlich war ich kulturellen Veranstaltungen gegenüber immer offen. Gerne habe ich mich gemeldet, wenn es von der Schule aus, in ein Theater ging. Auch bei Kinofilmen habe ich den Schulalltag unterbrochen oder bin auch freiwillig am Abend dabeigewesen.
Bald werde ich also schlauer sein und wissen ob die Oper etwas für mich ist. Aber ich hoffe, dass es nicht so eine neumoderne Inszenierung ist. Diese gefallen mir nicht in demselben Ausmaß wie klassische Vorführungen.
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Aufgabe 1: Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten.
Aufgabe 2: Schlage Seite 123 auf.
Aufgabe 3: Suche den fünften Satz auf der Seite.
Aufgabe 4: Poste die nächsten drei Sätze.
„Man gab ihr eine Spritze und einen Schluck Wasser. IHr Bett wurde ans Ende des Saales gerollt und ein Wandschirm heruntergestellt. Im Laufe des Nachmittags kam der Arzt, blieb eine kurze Zeit hinter dem Schirm und ging weiter.“ (Memento Mori von Muriel Spark)
Ich will keine Stöckchen weitergeben. Wer es will soll es sich nehmen!
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Jetzt ist er also endlich da, der Sommer. Dieses angenehme warme Gefühl auf der Haut zu spüren, sich ein Eis zu gönnen und wieder einmal schwitzen. Mit den ersten Tropentagen, mit Temperaturen über 30° Grad Celsius, wird es wirklichkeit. Auch ich leige gerne in der Sonne und vertreibe mir mit Freunden die Zeit. Doch es gibt da so ein Problem. Meine Haut. Mit roten Haaren gehöre ich wahrscheinlich zu den empfindlichsten Hauttypen, die es auf unserer Erde wohl gibt. Wahrscheinlich sind nur Albinos noch sonnenbrandgefährdeter als ich. Da ich aber auch ziemlichen Respekt vor Hautkrebs habe, werde ich es nie so weit bringen und mich einfach in die Sonne zu legen und auf die Schmerzen der darauffolgenden Tage vergessen.
So bleibt mir nichts anderes über als mich mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 alle 45 Minuten einzucremen und auch dann noch den Schatten der bloßen Sonne vorzuziehen. So schlecht finde ich diesen Gedanken dann aber auch wieder nicht. Hat doch der Schatten ebenfalls seine Vorzüge. Erstens ist es bei weitem nicht so heiß als in der Sonne. Einen Sonnenstich bekommt man auch nicht so einfach.
Doch was soll ich machen, wenn ich mal wieder volleyball spielen möchte im heißen Sand? Ein T-shirt anbehalten? Wird wahrscheinlich die beste Lösung sein. Doch ist es natürlich wieder umständlicher. Wie oft habe ich die Menschen beneidet, die einen dunklen Hauttyp haben? Auch die dunklen Haare haben mir viel besser gefallen als ich noch jünger war. Doch mittlerweile habe ich mich mit dem abgefunden und bilde mir zumindest ein, dass diese Haarfarbe mich ein wenig zu etwas Besonderem macht.
Da kann man wohl nichts machen und ich werde wieder den ganzen Sommer über mit Sonnenmilch, Hut und T-Shirt verbringen müssen. Wird dann vielleicht erzwungenermaßen zu meinem Markenzeichen.
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Jetzt ist es auch bei mir und meinen Freunden soweit, dass wir uns doch durchgerungen , uns zusammengesetzt und über den gemeinsamen Urlaub gesprochen haben. Ich war ja schon der Meinung, das ganze sei abgeschlossen, seitdem die Idee der Zugreise via Eurorail-Ticket im Sand verlaufen ist. Deswegen will ich mich hiermit nochmals herzlich bei demjenigen bedanken, der die Sache doch noch in die Hand genommen hat, uns zu sich nach Hause eingeladen hat, damit wir dort zumindest eine Ideensammlung machen können.
Na gut, das Ergebnis ist immer noch bescheiden, da wir über den Entschluss, wir wollen im Sommer einen Last-Minute Tripp in irgendein südliches Urlaubsland wagen, nicht hinausgekommen sind. Aber zumindest haben wir nun den Termin zeitlich schon stark eingeschränkt. Und die Zusage von 4 Leuten haben wir jetzt auch schon. Einer ist uns leider ausgefallen, da er einer Ferialarbeit zwecks Diplomarbeit nachgeht. Wir haben es alle sehr bedauert, aber doch als gut empfunden, dass er es uns direkt gesagt hat. So wussten wir, dass wir in unseren weiteren Planungen, keine Rücksicht auf ihn nehmen mussten.
Unsere erste gemeinsame Reise war ein Zelturlaub an den Fakersee. Dieser ist uns unvergessen und obwohl er schon vor 2 Jahren stattfand, reden wir immer noch gerne davon. Wenn wir uns treffen und der Gesprächstoff geht uns aus, dann kommen wieder die Geschichten, wie einer von uns gegen eine Wäschleine gelaufen ist, welche Meldungen uns entgegnet wurden, als wir mit einer Kiste Bier den 2 – 3 km langen Weg vom Lebensmittelgeschäft bis zum Campingplatz absolviert haben oder unserer Karaokeerfahrung, die einfach nur lachhaft war. Auch ein Lied erinnert immer noch daran, das ich zu der Zeit im Ohr hatte und gesungen habe. „Jeans On“ verbinde ich seither auch mit diesem Urlaub. Neue Spielregeln bei einem Trinkspiel haben wir dort erfunden.
Genau so einen gelungen Urlaub wünsche ich mir auch dieses Mal. Ein paar mehr Leute kennenlernen, ein paar mehr Aktivitäten, nicht dass man am Tag nur schläft und faulenzt und am Abend fortgeht. Ein bisschen mehr erleben. Die Freunde vielleicht noch ein bisschen näher kennenlernen. An Erfahrung gewinnen und eine schöne Zeit erleben. Es soll zumindest so schön sein, dass man den nächsten Sommer wieder gerne die Planungsphase auf sich nimmt und wieder gemeinsam in den Urlaub fährt. Vielleicht mit einem Mann mehr!!!
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen | Schlagworte: Autofahren, meine Auslandserfahrung, netter Abend, slowakei
Wie meine Leser bestimmt wissen, arbeite ich für 5 Monate in der Slowakei. Hier habe ich ein Praktikum bei einer großen Firma aus meiner näheren Umgebung bekommen, die mich gefragt haben, ob ich denn auch Interesse an einem Auslandpraktikum habe. Fast 4 Monate habe ich schon hinter und nur mehr 5 Wochen vor mir. Doch trotzdem ist diese Woche wieder etwas ganz besonderes, da ich dieses Mal alleine hier her gekommen bin. Der Grund ist schnell erklärt:
Die letzten Monate habe ich immer mit anderen aus der Produktion mitfahren können. Weil diese aber auch nicht Ewigkeiten hier verbringen können bzw. auch ab Sommer wieder in Österreich arbeiten müssen wollte man testen, wie es ohne die österreichische Unterstützung im slowakischen Werk funktioniert. Ich, der ich aber nicht in der Produktion, sondern bei den Büroheinis arbeite, kann aber ohne Weiteres meiner Tätigkeit nachgehen.
Also hat die Firma in ein eigenes Auto gesetzt und mich alleine die 450km weite Reise antreten lassen. Es war insofern ein Erlebnis, als dass ich noch nie ohne Begleitung eine so weite Strecke mit dem Auto zurückgelegt habe. Die abendliche Einsamkeit im Zimmer kenne ich bereits aus Bundesheerzeiten und ist leicht zu ertragen, zumal ich beim Heer weder Fernseher noch PC hatte.
Es ist zwar nicht so, dass ich ungern hier bin, doch manchmal wünsche ich mich doch zurück nach Hause. Gerade in jenen Momenten, wenn ich die Ferien herbeisehne, die unweigerlich vor der Tür stehen. Weil den Sommer habe ich mir ja bekanntlich frei genommen. Ist auch richtig so, der letzte ging ohnehin mit dem Militärdienst drauf. Aber in diesen Momenten kann ich mir jetzt sagen, dass schon andere Mensche eine viel längere Zeit weit weg von zu Hause verbracht haben. Da denke ich nicht zuletzt an eine Schulkollegin, deren Rückkehr wir letztes Wochenende in einem wirklich gemütlichen Kreis gefeiert haben. Sie war in London und hatte im Gegensatz zu mir nicht die Möglichkeit jedes Wochenende ihre Freunde und Familie zu treffen. Auch ein anderer aus meiner Parallelklasse ist nun in London. Vielleicht ist es für aber trotzdem leichter, weil sie ja zumindest die Sprache soweit verstehen, dass sie sich problemlos verständigen können und somit neue Kontakte schließen können.
Aber ich galube das ist wieder eine meiner Ausreden. Ich probier das ja nicht einmal wirklich. Ich gehe nicht auf Menschen zu. Somit wären wir wieder an dem Punkt meiner Schüchternheit. Weil ich darüber aber schon so ausgiebig und wahrscheinlich schon zu viel geschrieben habe, höre ich nun wieder auf.
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben | Schlagworte: Freunde, Kneipp, Seebahnhof, Sommergefühle
Meinen tiefsten Respekt haben sich gestern der unerschrockene, tapfere und extrem wagemutige justus von ikarus und die waaghalsige, wenn zum Ende hin auch etwas mädchenhafte petra maria sarahsdorfer (namen wurden aufgrund zu hoher Lobeshymnen stark abgeändert) verdient.
Warum? Da draut ihr euch auch noch fragen?
Dann erzähle ich eben die Geschichte der größten von menschenähnlichen Lebewesen je begangenen Tat:
Schon Mitter der vergangenen Woche haben die Sarah, ähhh Petra und ich überlegt, wie wir die Wartezeit auf ihren urlaubenden Freund ein wenig verkürzen können. Einen gemeinsamen Termin zu finden an dem Wochenende, an dem wirklich alles zusammenfiel, wenn auch nicht Weihnachten und Ostern, dann zumindest Pfingsten und Muttertag, war gar nicht so einfach. Da das Pfingstfest für einen Gschwandtner ein Pflichttermin und diesem seine Mutter auch noch sehr wichtig ist, fiel die Wahl auf den Pfingstmontag. Das ganze Wochenende war es sehr schön und auch großteils angenehm warm, wenn dieser kalte Ostwind nicht immer gewesen wäre. Doch der Montag war eindeutig der ideale Tag.
Auf Grund des schönen Wetters trafen wir uns am Seebahnhof. Leichten Kommunikationsschwierigkeiten zufolge kam ich erst so ungefähr eine halbe Stunde zu spät. Da war die heimliche Königin des Kneippens schon auf die idee gekommen ihrem bis dahin allen unbekannten hobby nachzugehen und ihre Füße ins kalte Wasser zu stecken. Auch der justus war schon voll im Training als ich zu den beiden gestoßen bin.
Die erste Länge in dem kalten Wasser war für mich wie eine kleine Hölle. Schon bei der Hälfte musste ich diese beenden. Aber schön langsam gewöhnten sich meine Füße an den stechenden Schmerz. Da nützte ich eine kurze Verschnaufpause, um den Erlebnisweg zu passieren. Dieser führte über große Steine, kleine Steine, Rindenmulch, Kieselsteine, runde, spitze Steine Wiese, einfach jeden fiesen untergrund den man sich für ein baarfuß laufendes Männchen wie mich vorstellen kann.
Wieder bei dem Wasserpfad angekommen, kam den zwein die idee, man könnte doch eine Wette abschließen, wer es am längsten aushält, und die meisten Längen schaffen würde. Aber was wäre eine Wette ohne Wetteinsatz. Da ich aber meine Unterlegenheit schon beim „Aufwärmen“ bemerkt hatte, war ich froh als dieser „nur“ mit einem Blogeintrag der Verlierer, in dem Sie den Sieger huldigen festgelegt worden ist.
Und nun bin ich wie schon zu vermuten ist kläglich untergegangen, schon während der zweiten Länge hatte ich das Gefühl aus meinen Füßen seien Eiszapfen geworden. Ich habe diese meckernd wie ein kleines Kind abgebrochen. Da aber für mich sowohl die Petra, als auch der justus eindeutige Sieger des Wettkampfes sind müssen diese auch dementsprechend geehrt werden. Für ein Mädchen sind nämlich die 10 Längen mit langen Pausen, die aber natürlich im Wasser verbracht wurden eine wirklich klasse Leistung. (Wenn man bedenkt, dass sie dabei eine geschätzte halbe Stunde im 8 Grad kalten Wasser verbracht hat)
Die ultimativen 17 (siiiiiieeeeebzeeeehhhhnn) Längen, die meiner Meinung nach neuer Weltrekord sind bringen mich heute und wahrscheinlich noch in weiter Zukunft zum Staunen. Ich frage mich ob er überhaupt von unserem Planeten kommt.
Meinen sicheren Respekt für die Ewigkeit habt ihr euch damit auf jeden Fall erarbeitet.
Ach ja, wie der wunderschöne Nachmittag ausgeklungen ist könnte ich auch noch anfügen. Wir haben uns noch eine schöne Zeit am Traunsee gemacht, auch wenn wir unter lauter komischen Leute gesessen sind. Die liebe Schokofee hat sich auch noch zu uns gesellt und wenn sie auf der Uni eine schlecht Note bekommt sind eindeutig die sarah, der dominik und ich daran Schuld, denn sie wollte lernen, aber bei drei so aufgekratzten jungen Erwachsenen kann sich doch wirklich keiner konzentrieren. Also einfach Blödsinn geredet, Zeit totgeschlagen, Sonne genossen und nette Leute getroffen. So einen gemütlichen Montag-Nachmittag würde ich mir noch öfter wünschen. Ich freue mich schon soooooo auf den Sommer!!!!!!! Vielleicht bekommen wir ja eine Insel –> wer kennt sich aus?
Tick – Tack – Tick – Tack
sie verrinnt, siee schleicht dahin, sie vergeht, sie scheint stehen geblieben zu sein!!!
Ist es schon morgen? Bin doch gerade erst in das wohlig weiche bettchen gehüpft, habe doch erst vor einem Augenblick die Äuglen geschlossen! Und jetzt dieses unbarmherzige, laute und überaus nervtötende Gebrumme des Zeitzählapparats mit Klangfunktion. Die Sonne strahlt ebenso wärmend wie auch aufmunternd aber trotzdem irgendwie störend. Der erste Sonnenstrahl, den mein Auge an diesem Tag erblick, wird zur Qual. Er lässt keinen Zweifel offen: Die gefühlten fünf Minuten Schlaf waren doch etwas mehr, waren eine ganze Nacht. Der Morgen ist da, es gibt keinen zweifel mehr.
Na gut, ich ergebe mich meinem Schicksal. Streife die Decke ab. Setze einen Fuß vor das Bett. In Häusern bleibt er und sein Partner meistens ohne einen schützenden Schuh, ohne Sandalen, ohne Pantoffel oder Schlapfn. Barfuß. Barfuß geht es in Richtung Badezimmer. Die Gedanken an das warme Bett sind schon alle verflogen. Die Lebenslust lässt sich langsam aber doch bemerken. Mit jedem Wassertropfen, der aus dem Duschkopf auf meine bloße Haut fällt wird die Lust stärker, weicht die Müdigkeit wie ein Geist der nie gewesen ist von mir ab.
Fertig. Die ganze Seife wurde abgespült und ich betrachte ein Gesicht im Spiegel. Es ist so fremd, da man es nie wriklich gesehen hat. Man kennt nur sein Spiegelbild, dieses aber zur Genüge. Vorsichtig wird ausgetestet, ob es heute noch einmal ohne den Rasierer zu benützen zur Pflicht geht? Nein, ansonsten gibt es wieder solche Meldungen, wie: „Na gestern Fisch gegessen?“ – „Nein warum?“ – „Weil du die Gräten noch immer im Gesicht mit dir herumträgst.“
Die Haustüre geschlossen…