La vie – life – Leben


Urlaubspläne
Mai 26, 2008, 7:30
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben

Jetzt ist es auch bei mir und meinen Freunden soweit, dass wir uns doch durchgerungen , uns zusammengesetzt und über den gemeinsamen Urlaub gesprochen haben. Ich war ja schon der Meinung, das ganze sei abgeschlossen, seitdem die Idee der Zugreise via Eurorail-Ticket im Sand verlaufen ist. Deswegen will ich mich hiermit nochmals herzlich bei demjenigen bedanken, der die Sache doch noch in die Hand genommen hat, uns zu sich nach Hause eingeladen hat, damit wir dort zumindest eine Ideensammlung machen können.

Na gut, das Ergebnis ist immer noch bescheiden, da wir über den Entschluss, wir wollen im Sommer einen Last-Minute Tripp in irgendein südliches Urlaubsland wagen, nicht hinausgekommen sind. Aber zumindest haben wir nun den Termin zeitlich schon stark eingeschränkt. Und die Zusage von 4 Leuten haben wir jetzt auch schon. Einer ist uns leider ausgefallen, da er einer Ferialarbeit zwecks Diplomarbeit nachgeht. Wir haben es alle sehr bedauert, aber doch als gut empfunden, dass er es uns direkt gesagt hat. So wussten wir, dass wir in unseren weiteren Planungen, keine Rücksicht auf ihn nehmen mussten.

Unsere erste gemeinsame Reise war ein Zelturlaub an den Fakersee. Dieser ist uns unvergessen und obwohl er schon vor 2 Jahren stattfand, reden wir immer noch gerne davon. Wenn wir uns treffen und der Gesprächstoff geht uns aus, dann kommen wieder die Geschichten, wie einer von uns gegen eine Wäschleine gelaufen ist, welche Meldungen uns entgegnet wurden, als wir mit einer Kiste Bier den 2 – 3 km langen Weg vom Lebensmittelgeschäft bis zum Campingplatz absolviert haben oder unserer Karaokeerfahrung, die einfach nur lachhaft war. Auch ein Lied erinnert immer noch daran, das ich zu der Zeit im Ohr hatte und gesungen habe. „Jeans On“ verbinde ich seither auch mit diesem Urlaub. Neue Spielregeln bei einem Trinkspiel haben wir dort erfunden.

Genau so einen gelungen Urlaub wünsche ich mir auch dieses Mal. Ein paar mehr Leute kennenlernen, ein paar mehr Aktivitäten, nicht dass man am Tag nur schläft und faulenzt und am Abend fortgeht. Ein bisschen mehr erleben. Die Freunde vielleicht noch ein bisschen näher kennenlernen. An Erfahrung gewinnen und eine schöne Zeit erleben. Es soll zumindest so schön sein, dass man den nächsten Sommer wieder gerne die Planungsphase auf sich nimmt und wieder gemeinsam in den Urlaub fährt. Vielleicht mit einem Mann mehr!!! ;)



ganz alleine
Mai 26, 2008, 6:42
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen | Schlagworte: , , ,

Wie meine Leser bestimmt wissen, arbeite ich für 5 Monate in der Slowakei. Hier habe ich ein Praktikum bei einer großen Firma aus meiner näheren Umgebung bekommen, die mich gefragt haben, ob ich denn auch Interesse an einem Auslandpraktikum habe. Fast 4 Monate habe ich schon hinter und nur mehr 5 Wochen vor mir. Doch trotzdem ist diese Woche wieder etwas ganz besonderes, da ich dieses Mal alleine hier her gekommen bin. Der Grund ist schnell erklärt:

Die letzten Monate habe ich immer mit anderen aus der Produktion mitfahren können. Weil diese aber auch nicht Ewigkeiten hier verbringen können bzw. auch ab Sommer wieder in Österreich arbeiten müssen wollte man testen, wie es ohne die österreichische Unterstützung im slowakischen Werk funktioniert. Ich, der ich aber nicht in der Produktion, sondern bei den Büroheinis arbeite, kann aber ohne Weiteres meiner Tätigkeit nachgehen.

Also hat die Firma in ein eigenes Auto gesetzt und mich alleine die 450km weite Reise antreten lassen. Es war insofern ein Erlebnis, als dass ich noch nie ohne Begleitung eine so weite Strecke mit dem Auto zurückgelegt habe. Die abendliche Einsamkeit im Zimmer kenne ich bereits aus Bundesheerzeiten und ist leicht zu ertragen, zumal ich beim Heer weder Fernseher noch PC hatte.

Es ist zwar nicht so, dass ich ungern hier bin, doch manchmal wünsche ich mich doch zurück nach Hause. Gerade in jenen Momenten, wenn ich die Ferien herbeisehne, die unweigerlich vor der Tür stehen. Weil den Sommer habe ich mir ja bekanntlich frei genommen. Ist auch richtig so, der letzte ging ohnehin mit dem Militärdienst drauf. Aber in diesen Momenten kann ich mir jetzt sagen, dass schon andere Mensche eine viel längere Zeit weit weg von zu Hause verbracht haben. Da denke ich nicht zuletzt an eine Schulkollegin, deren Rückkehr wir letztes Wochenende in einem wirklich gemütlichen Kreis gefeiert haben. Sie war in London und hatte im Gegensatz zu mir nicht die Möglichkeit jedes Wochenende ihre Freunde und Familie zu treffen. Auch ein anderer aus meiner Parallelklasse ist nun in London. Vielleicht ist es für aber trotzdem leichter, weil sie ja zumindest die Sprache soweit verstehen, dass sie sich problemlos verständigen können und somit neue Kontakte schließen können.

Aber ich galube das ist wieder eine meiner Ausreden. Ich probier das ja nicht einmal wirklich. Ich gehe nicht auf Menschen zu. Somit wären wir wieder an dem Punkt meiner Schüchternheit. Weil ich darüber aber schon so ausgiebig und wahrscheinlich schon zu viel geschrieben habe, höre ich nun wieder auf.