La vie – life – Leben


Doppelter Eintrag
Juni 24, 2008, 3:38
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen

Mit diesem post möchte ich gerne auf Resonanz stoßen, damit ich auch über eure Erfahrungen zu diesem Thema etwas mehr weiß.

 

Mir ist es in letzter Zeit zweimal so gegangen, dass ich irgendein Feld nicht ausgefüllt habe und der Kommentar dadurch nicht angenommen wurde oder, dass ich meinen Eintrag nicht beenden konnte aber auch nicht gespeichert habe. Ein zweites Mal mit demselben Thema anzufangen ist aber auch nicht meines. Das hat eben so sein sollen, denke ich mir dann. Dadurch ist euch zwar eine liebe Schneemanngeschichte entgangen aber das Schreiben soll ja eben auch Spaß machen. Die Motivation fehlt dann irgendwie.

 

Einmal habe ich sogar mit einem Buch begonnen. Ich hatte gerade meinen dritten Markaris gelesen und war total in Krimilaune, wollte aber auch selbst etwas schaffen. Deswegen schrieb ich das erste Kapitel, welches ohnehin vielleicht ein wenig zu kurz war. Auch ein Raster mit den Hauptpersonen habe ich angelegt, mit Alter, speziellen Eigenschaften und deren Verbindung zueinander. Die Mordidee war zwar noch nicht 100%ig ausgeklügelt, aber es gab schon einen Ansatz. Eine Woche später ist mir dann mein PC eingegangen. Als ich ihn wiederbekam waren alle Daten verlorengegangen und ich konnte mich nicht wieder überwinden neu anzufangen. Vielleicht finde ich ja während meinem Studium die zeit und Motivation, das bezweifle ich jedoch. Zu gerne schlafe ich in der Nacht und unternehme etwas am Tag oder komme meinen Pflichten nach. Ich hasse es wenn etwas zu tun ist und ich genau weiß dass ich jetzt Zeit dafür hätte und tue es dann nicht. Dafür ist das buch in der Prioritätenliste zu weit unten.

 

Also habt ihr auch Erfahrungen zu dem Thema des doppelten Eintrages? Bin nur ich so doof und Computeruntalentiert, dass mir Daten einfach so verloren gehen? Oder liegt es am Word oder den anderen Schreibprogrammen die ich benutze um nicht direkt im Internet zu schreiben, weil ich das irgendwie nicht gewöhnt bin und deswegen blöd finde?



Das Fussballspektakel des Monats
Juni 9, 2008, 6:30
Gespeichert unter: Mitten aus dem Leben, aus dem Alltag gegriffen

Dieses fand vergangenes Wochen statt. Nämlich am Sportplatz in der Gschwandt. Dort wurden die Ortsmeisterschaften der kleinen Gemeinde durchgeführt. Zahlreiche Mannschaften haben sich gemeldet und spielten in zwei Gruppen zu je 6 Teams gegeneinander. Auch ich habe bei diesem Topevent nicht fehlen dürfen und habe mit ein paar Freunden als Team TT-Stars mitgemacht, da sich der Großteil vom örtlichen Tischtennisverein kennt. Das Kräfteverhältnis war ein klein wenig verschoben, da es Mannschaften gab, die fast nur aus Fußballern bestanden und andere wie etwa wir, die nur Hobbykicker beinhaltet haben. Trotzdem gab es spannende Duelle, wobei ich zugeben muss, dass ich für die große Anzahl an Sportlern, die geringe Einwohnerzahl meines Heimatortes (etwa 2500) und auch die kleine Fläche der Gemeinde Gschwandt sehr wenig Leute kannte.

Wir haben uns denoch wacker geschlagen und den 7 Platz der 12 angetretenen Mannschaften eingespielt. Zur Belohnung gab es dann noch für jede teilnehmende Mannschaft einen Pokal, den unser Kapitän entgegengenommen hat.

Am Abend wurde dann diese tolle Platzierung und unser unermüdlicher Kampfgeist noch kräftig gefeiert, denn nach den ersten zwei Spielen hat es schon nach einer bitteren Pille für die TT-Stars ausgesehen. Diese wurden wegen chaotischen Zuständen in der Abwehr, zu vielen vergebenen Chancen im Angriff und einer zu geringen Laufbereitschaft gegen teilweise schlagbare gegner verloren. Doch dann kam ein richtiger Aufbaugegner genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Mannschaft, die dann das Turnier als letzte beendet haben wurde mit 5:0 besiegt.

Dieser Aufrüttler kam fast schon zu spät, denn zwei Spieler mussten uns zu diesem Zeitpunkt wegen privaten Terminen verlassen. Nun hatten wir keinen einzigen Ersatzspieler mehr, was jedoch mit doppelter Laufbereitschaft und unglaublichem Einsatzwillen ersetzt wurde. Gegen die späteren Sieger und somit Ortsmeister haben wir tapfer gekämpft und nur unglücklich mit 2:0 verloren.

Wir dachten, dass man auf dieser Leistung aufbauen könne, und gingen voll motiviert in die Partie gegen den Mitfavoriten, das Team der Landjugend. Glücklicherweise gingen wir durch ein schnelles Tor in Führung. Daraufhin klappte die geamte Organisation viel besser undkurz vor Schluss schoß ein fußballerischer Neuling, der uns nur aus Freundschaft aus unserer Spielerknappheit geholfen hat, ein Kopfballtor. Wir haben uns alle riesig gefreut über seinen persönlichen Erfolg.

Somit haben wir uns in das Match um Platz 7 gekämpft. Dieses stand lange auf Messers schneide. Wir ließen es eher gemächlich angehen, da wir ja keinen Ersatzspieler mehr in unseren Reihen hatten. Trotzdem gingen wir durch eine herrliche Einzelaktion eines Präsenzdieners in Führung, der auf der Seite durchgebrochen ist und traumhaft abgeschlossen hat. Durch eine Dummheit meinerseits, bei welcher ich nicht energisch genug attackiert habe gelang dem Gegner jedoch der Ausgleich. Nun wurde es wirklich spannend. Das Spiel plätscherte so dahin und es war ein wahres Mittelfeldgeplänkel, jedoch wusste jeder, dass jene Mannschaft, die das nächste Tor schoss, das Spiel so gut wie gewonnen hatte, da beide Verteidigungen sehr gut standen. Dann ergriff unser Kapitän die Initiative, er nahm sich ein Herz und wagte einen Alleingang. Nach einem herrlichen Dribbling, bei welchem er die gesamte gegnerische Mannschaft stehen gelassen hatte, schloss er noch unhaltbar ab.

Nach dem Spiel waren wir alle sehr zufrieden mit unserer Leistung und somit fand ein toller Nachmittag noch ein tolles Ende. Dieser Erfolg wurde dann am Abend vom harten Kern der Mannschaft noch gebührend im Bierzelt der Musik Reindlmühl gefeiert. Das tolle daran war, dass es eines der letzten Zeltfestln ist, bei dem es keinen Eintritt gibt. Mit etwas mehr an Erfahrung werden wir es nächstes Jahr wieder probieren. Vielleicht können wir auch noch ein paar ältere Tischtennisspieler dafür begeistern, die eher jüngere Gade bei der Herausforderung zu unterstützen.



Wagner Oper
Mai 27, 2008, 7:59
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen

Morgen darf ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Oper ansehen und dann gleich richard Wagner. Wie es dazu gekommen ist fragt ihr euch? Heute am Vormittag bin ich von meinem Chef in der Arbeit gefragt worden ob ich morgen Abend Lust hätte mit ihm und noch einem Österreicher, der in der Slowakei arbeitet, diese Oper in Bratislava zu besuchen. Die teuersten Karten kosten 300 Kronen, was ungefähr 10€ entspricht und somit fast geschenkt ist. Das Programm besteht aus verschiedenen Wagner Stücken. Man kann es also als Medly bezeichnen.

Ich bin gespannt ob mir das zusagen wird oder ob ich es als einschläfernd empfinde. Grundsätzlich war ich kulturellen Veranstaltungen gegenüber immer offen. Gerne habe ich mich gemeldet, wenn es von der Schule aus, in ein Theater ging. Auch bei Kinofilmen habe ich den Schulalltag unterbrochen oder bin auch freiwillig am Abend dabeigewesen.

Bald werde ich also schlauer sein und wissen ob die Oper etwas für mich ist. Aber ich hoffe, dass es nicht so eine neumoderne Inszenierung ist. Diese gefallen mir nicht in demselben Ausmaß wie klassische Vorführungen.



ganz alleine
Mai 26, 2008, 6:42
Gespeichert unter: aus dem Alltag gegriffen | Schlagworte: , , ,

Wie meine Leser bestimmt wissen, arbeite ich für 5 Monate in der Slowakei. Hier habe ich ein Praktikum bei einer großen Firma aus meiner näheren Umgebung bekommen, die mich gefragt haben, ob ich denn auch Interesse an einem Auslandpraktikum habe. Fast 4 Monate habe ich schon hinter und nur mehr 5 Wochen vor mir. Doch trotzdem ist diese Woche wieder etwas ganz besonderes, da ich dieses Mal alleine hier her gekommen bin. Der Grund ist schnell erklärt:

Die letzten Monate habe ich immer mit anderen aus der Produktion mitfahren können. Weil diese aber auch nicht Ewigkeiten hier verbringen können bzw. auch ab Sommer wieder in Österreich arbeiten müssen wollte man testen, wie es ohne die österreichische Unterstützung im slowakischen Werk funktioniert. Ich, der ich aber nicht in der Produktion, sondern bei den Büroheinis arbeite, kann aber ohne Weiteres meiner Tätigkeit nachgehen.

Also hat die Firma in ein eigenes Auto gesetzt und mich alleine die 450km weite Reise antreten lassen. Es war insofern ein Erlebnis, als dass ich noch nie ohne Begleitung eine so weite Strecke mit dem Auto zurückgelegt habe. Die abendliche Einsamkeit im Zimmer kenne ich bereits aus Bundesheerzeiten und ist leicht zu ertragen, zumal ich beim Heer weder Fernseher noch PC hatte.

Es ist zwar nicht so, dass ich ungern hier bin, doch manchmal wünsche ich mich doch zurück nach Hause. Gerade in jenen Momenten, wenn ich die Ferien herbeisehne, die unweigerlich vor der Tür stehen. Weil den Sommer habe ich mir ja bekanntlich frei genommen. Ist auch richtig so, der letzte ging ohnehin mit dem Militärdienst drauf. Aber in diesen Momenten kann ich mir jetzt sagen, dass schon andere Mensche eine viel längere Zeit weit weg von zu Hause verbracht haben. Da denke ich nicht zuletzt an eine Schulkollegin, deren Rückkehr wir letztes Wochenende in einem wirklich gemütlichen Kreis gefeiert haben. Sie war in London und hatte im Gegensatz zu mir nicht die Möglichkeit jedes Wochenende ihre Freunde und Familie zu treffen. Auch ein anderer aus meiner Parallelklasse ist nun in London. Vielleicht ist es für aber trotzdem leichter, weil sie ja zumindest die Sprache soweit verstehen, dass sie sich problemlos verständigen können und somit neue Kontakte schließen können.

Aber ich galube das ist wieder eine meiner Ausreden. Ich probier das ja nicht einmal wirklich. Ich gehe nicht auf Menschen zu. Somit wären wir wieder an dem Punkt meiner Schüchternheit. Weil ich darüber aber schon so ausgiebig und wahrscheinlich schon zu viel geschrieben habe, höre ich nun wieder auf.