La vie – life – Leben


Ein unangenehmer Zwischenfall

Dass wir Österreicher sehr gereizt auf einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk reagieren kann eigentlich nur auf unsere eigene Position zurückzuführen sein. Denn wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen und gerade bei diesem Thema sind wir einmal in der Lage mit richtigen Felsbrocken um uns herum zu schmeißen. Das muss man der österrechischen Bevölkerung wirklich sehr zu gute Halten, dass sie damals noch im Jahre Schnee bei der Volksabstimmung gegen die Nutzung atomarer Energie in Österreich gestimmt haben.

Ein weiterer sensibilisierender Grund ist bestimmt das Unglück von Tschernobil. Dieses könnte aber halb Europa und große Teile Asiens zu Atomkraftgegnern machen. Auf jeden Fall hatten unsere Politiker wieder ein Thema, das sie zu gegenseitigen Anschuldigungen Verwenden konnten. Da gab es einen Umweltminister, der die slowenische Politik und deren Informationspolitik ins Visier nahm. Ihm hat nicht gepasst, dass die slowenischen Behörden zuerst nur von einem Übungsalarm gesprochen haben. Dann gab es eine Politikerin der Grünen, der wiederum der Informationsfluss im eigenen Lande zu langsam von statten ging. Die Bevölkerung müsse ja bei so einem Zwischenfall fast genauso schnell wie der Umweltminister unterrichtet werden und es dürfen doch keine zwei, im Ernstfall entscheidende, Stunden vergeudet werden, in denen die Bevölkerung nichts weiß.

Ich bin wirklich überzeugt davon, dass jede Kritik ihre Berechtigung hat. Vor allem aber auch jene Recht haben, die meinen, dass die Atomkraft generell abgeschafft gehört. Denn sind wir ehrlich: Wenn es wirklich eine ähnlich große Katastrophe wie Tschernobil gewesen wäre, dann hätten die zwei Stunden Frau Glawischnig auch keine Rolle mehr gespielt. Denn verseucht wären wir allemal geworden. Und ich weiß nicht, ob mir nicht der schnelle Tod neben dem Atomkraftwerk lieber wäre als der qualvolle langsame derjenigen, die wenig später an Krebs erkranken, die Haare verlieren und das restliche Leben nur mehr leiden.

Die Weiterentwicklung von alternativen Energien wird meiner Meinung nach noch immer zu wenig gefördert. Es macht ja ein wenig den Eindruck, dass es ganz ähnlich ist, wie bei der Theorie die Krankheit AIDS betreffend. Diese besagt nämlich, dass die großen Pharmakonzerne schon seit Jahren ein Heilmittel für diese oder andere unheilbare Krankheiten hätten, aber mit den Mitteln, die nur die Symptome bekämpfen, nur die Symptome bekämpfen würden. Ähnlich ist es mit der Energie. Es wird nicht investiert, solange die großen Ölmulties noch genügend des schwarzen Goldes unter ihren Füßen haben.

Das klingt sehr ernüchternd, aber ich sehe leider keine Möglichkeit eine positive Seite an einem Verfahren zu finden, dass Millionen Menschen gefährdet, weil ein kleiner Fehler zu große Auswirkungen hat. Ich bezweifle ja nicht, dass diese Technologie schon sehr gut erforscht ist und fast kontrolliert werden kann. Aber fast ist nicht ganz!

ein unglaublich guter Film zu diesem Thema, den jeder gesehen haben sollte, wäre die Wolke, das Buch ist gut aber der Film ist derart beeindruckend, dass man nicht auf ihn verzichten sollte. Ich war allerdings zu Nah am Wasser gebaut als ich ihn das erste Mal gesehen habe.



Meine Karriere als Dachdecker
März 5, 2008, 9:32
Gespeichert unter: Weltereignisse aus meiner Sicht

OK, ich gebe ja zu, dass ich ein bisschen spät dran bin aber am Wochenende muss das Wochenende muss man immer genießen und so viel Zeit wie möglich mit der Familie verbringen, wenn man wie ich unter der Woche nicht zu Hause im kleinen Kaff in Oberösterreich sein kann, sondern sich sein Geld und vor allem die Erfahrung des ersten Berufspraktikums in der Slowakei verdient. Am Montag und Dienstag bin ich echt nicht dazu gekommen, weil ich mit Freunden quatschen, arbeiten oder mit den Arbeitskollegen Billiard und Tischfußball spielen musste…

Nichtsdestotrotz habe ich auch meine Erfahrungen mit EMMA gemacht, dem Lüftchen das orkanartig über halb Mitteleuropa gefägt ist. Als wir vom schon zur gewohnheit gewordenen Samstagseinkauf zurückgekommen sind, dieses Mal bin ich auch wieder einmal aus dem Bett gekommen, mach ich ’s mir vor dem Fernseher gemütlich, weil meine Mutter ganz unerbitterlich meine Hilfe beim Kochen abgelehnt hat und nur meinte: „Beim Abwaschen kannst dann helfen“. Da freut man sich. Die lustige und vielfältige Arbeit des Kochens kann man nicht genießen, nein echt mir macht kochen unheimlichen Spaß, aber beim eintönigen Abtrocknen ist man der gefragteste Mensch.

Genug davon: der Wind kommt langsam auf, die Bäume beginnen sich schon im Wind zu wiegen. Die Berieselung durch die Glotze wird jeh unterbrochen à Mama meint ich solle eine Taschenlampe suchen, weil bei uns zu Hause standardmäßige die Batterien leer sind, und diese Start-Klar machen. Gesagt, getan.

Kann ich noch irgendwie behilflich sein?

Nö, im Moment weiß ich nichts.

Da braust auch schon Vati bei mir vorbei, die schmutzigen Arbeitsklamotten in der Hand. Sah schon komisch aus, Vater in der Unterhose mit dem Gewand in der Hand.

Was ist los?

Ich schau ein wenig auf den Dachboden.

Wieso?

Es hat schon wieder ein paar Ziegeln genommen.

Soll ich helfen?

Naja, wenn du Zeit hast. Gerne!

Also krame auch ich nach dem hässlichsten und ältesten Pullover den ich finden kann. Es wird ein blauer Backstreetboyspullover. Nö hab ich nicht selber gekauft. Zu Weihnachten von irgendwelchen Bekannten geschenkt bekommen. Und nicht mal ich, sondern meine Schwester. Ich bekam einen Pullover mit dem Michael Schuhmacher à vielen Dank auch.

Oben am Dachboden angekommen bot sich ein Bilde des Schreckens. Ach war gar nicht so schlimm. Gab so drei, vier Stellen wo um die 5 Ziegel fehlten. Das Abenteuer des Umherkraxlns (=Herumkletterns) auf den Pfosten und das Einhängen der Ziegel gefiel mir recht gut. Dass sich das Dachdecken in letzter Zeit gehäuft hat, kann entweder mit den zunehmenden Stürmen oder der Tatsache zu tun haben, dass wir es in letzter Zeit immer selber repariert haben J ;) . Obwohl da fällt mir ein, dass es im Sommer von der Dachdeckerei überprüft wurde.

Für mich war es also ein kleines Abenteuer der Sturm, aber für viele Menschen auch ein tragisches Erlebnis. Meine besten Wünsche an diejenigen.