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Heute Nacht war einer der ersten dieses Jahr, in der ich nicht gut geschlafen habe. Der Grund dafür war die Hitze. In meinem Hotelzimmer habe ich zwar eine Klimaanlage aber ich habe Angst so kurz vor meinem Ferienbeginn krank zu werden. Deswegen lasse ich sie nicht die ganze Nacht durchlaufen sondern betätige sie nur, wenn kurz vor dem Schlafen gehen oder wenn ich ins Hotel zurückkehre am Abend nach der Arbeit.
Ich habe aus bestimmten Grund nicht gesagt: „wenn ich Heim komme“, weil es ja eigentlich kein nach Hause kommen ist, sondern nur ein zu Schlafstätte zurückkehren. Auch beim Bundesheer, an der Grenze, haben wir schon immer vom nach Hause kommen geredet und eigentlich nur das Betreten der Unterkunft gemeint. Das habe ich damals auch als komisch empfunden.
Dann ist diese Nacht noch dazugekommen, dass ich von einer Gelse geärgert worden bin. Ich glaube es gibt gar keinen Ort auf der Welt, wo man nicht (zumindest nicht bei erträglichen Temperaturen) dieser Stechmücke aus dem Weg gehen kann. Der eigentlich Stich ist zwar lästig und eine kurze Qual, das wirklich nervtötende und ärgerliche ist aber dieses Summen, das jede Gelse macht und der Gedanke, dass sie einen stechen könnte.
Auch hier in meinem Büro ist es nicht gerade kühl. Das viele Trinken trägt nur insofern zur Abkühlung bei, als dass ich dadurch öfter auf das um ein Grad kühlere Klo (=Toilette) gehen kann. Vielleicht borgt es auch eventuellen Kopfschmerzen vor.
Umso mehr freue ich mich auf die freien Tage die vor mir liegen. Wenn es mir in meinem Zimmer zu heiß wird oder wenn mich eine Gelse quält werde ich einfach in den kühlen Keller gehen und es mir dort gemütlich machen. Der Videobeamer, der eigentlich für die Euro 08 vorgesehen war, bei dieser aber aufgrund meiner Zeit im Ausland nur 2 mal zum Einsatz kam, wird mir die Zeit schon vertreiben. Allerdings glaube ich ohnehin nicht, dass die Zeit so vor sich dahinschleichen wird, eher hege ich die Befürchtung dass dieser Sommer, von dem ich mir schon ausgemalt habe, dass es der Beste meines Lebens werden soll oder werden könnte (viel Zeit und das richtige Alter und tolle Freunde), wie im Fluge vergehen wird.
Diese Hitze wünsche ich mir dann, wenn ich am See liegen werde und einfach nur in die Wolken gucke und mein Grellingereis in Händen halten werde. Was ich mir allerdings gar nicht vorstellen kann wie es wird, wenn ich erst einmal wirklich arbeite und im Sommer höchstens 2 Wochen frei habe. Ich bin ja so gar nicht der Mensch der die extreme Hitze liebt. Das hat sich zwar in den letzten Jahren stark verbessert, aber was soll ich bei mehr als dreißig Grad in einem Büro tun. Vielleicht lege ich dann eine Nachtschicht ein und schlafe am Tag in meinem Keller ;).
Ich bin aber überzeugt, dass in gar nicht langer Zeit dann auch der Wehmut verfallen werde und diesen 5 wirklich lehrreichen Monaten nachtrauern werde. Auch in der Schule, die ich eigentlich schon damals sehr gerne besucht habe ging es mir ähnlich. Das wurde damals natürlich durch das Bundesheer noch verstärkt.
Um der Hitze ein klein wenig entgegenzuwirken werde ich auch heute wieder das Freibad besuchen und mir dort ein wenig Abkühlung holen.
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Eine wirklich schöne Zeit habe ich hier in der Slowakei erlebt. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Tag hier erinnern. Ich bin nur für einen Tag in das Werk in Vrable und wieder zurück gefahren. An einem Tag knapp 1000 km fahren, damit man sich seinen Arbeitsplatz, an dem man die nächsten 5 Monate verbringt, für ungefähr 2 – 3 Stunden ansehen kann. Aber zum Glück haben sich 2 Besuche aus Österreich so überschnitten, dass ich wenigstens wegen der Umwelt kein schlechtes Gewissen haben musste. Die Kilometer wären ohnehin gefahren worden.
Empfangen worden bin ich damals von der Sekretärin des Standortmanagers. Alle waren von Beginn weg sehr freundlich zu mir. Mir wurde von allen Seiten gesagt, wenn ich Schwierigkeiten jeglicher Art hätte, könnte ich mich bei ihnen melden. Mein erster direkter Vorgesetzter hat mir daraufhin das Werk gezeigt. Für mich, der ich noch nie in einem Produktionsbetrieb wirklich war, außer mit der Schule, aber in einer Gruppe ist das Erlebnis doch immer ein wenig anders.
Dieser, mein erster Chef, hat mich dann 3 Monate begleitet, und die Aufgaben, die er mir zugewiesen hat waren von einem Mal zum nächsten immer schwieriger und herausfordernder. So hat er mir wirklich viel beigebracht oder zumindest geholfen es mir selbst zu erlernen. Und sobald ich eine Frage hatte konnte ich sie ihm stellen. Er brauchte keine Minute und war voll im Thema drinnen und konnte mir helfen. Doch immer seltener benötigte ich diese.
Die ersten zwei Monate vergingen so. Dann gab es eine Änderung. Mein zweiter direkter Vorgesetzter kam. Er sollte den ersten Ablösen. Sie arbeiteten noch 1 Monat parallel, damit der eine, den anderen einschulen konnte. Dies war meine stressigste Zeit, weil ich von 3 – 4 verschiedenen Personen Aufträge bekam. Ich muss sagen, dass es aber auch gut ist, wenn man viele Aufgaben hat, denn dann vergeht die Arbeitszeit wie im Fluge. Ich testete mein in der Schule erworbenes Wissen zu im Excel programmierbaren Makros. Frischte dieses auf und erntete somit auch wieder ein wenig Anerkennung, weil das ein Thema ist, das nicht viele Leute können, oder zumindest nicht so standardmäßig vorausgesetzt wird, wie die Grundkenntnisse im SAP.
Die restlichen zwei Monate habe ich dann meinen zweiten Chef so gut wie möglich unterstützt und immer hier oder da auch kleiner Aufgabe von anderen Leuten bekommen. Hin und wieder war es ganz schön stressig, dann bin ich meistens nicht zum Bloggen gekommen.
Zu verdanken habe ich diese Erfahrung im Ausland meinem Vater, der mit einem seiner Arbeitskollegen gesprochen hat, der einen eher höheren dieser Firma kennt und natürlich meinem guten Zeugnis. Dies hat mir mein erster Chef verraten. Sie haben mein Zeugnis gesehen, meine E-mails, die zugegebener Maßen sehr selbstsicher geschrieben waren, gelesen und sich gedacht den müssen wir uns ansehen. Der Vertrag wurde so gemacht, dass sie mich auch jederzeit zum Monatsende entlassen hätten können, aber das haben sie nicht gemacht. Nein, sie haben mich sogar gefragt, ob ich nicht verlängern möchte. Dies habe ich aber dankend abgelehnt, da mir durch das Bundesheer schon die letzten Sommerferien „verloren gegangen sind“. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich auch während meines Studiums immer wieder mit Projekten beauftragt werde, für die in der Firma keine Personalkapazitäten verfügbar sind oder die ich einfach besser oder schneller kann. Das kommt mir auch sehr entgegen.
Nach dem ersten Monat ist dann zu den Arbeitern und mir noch ein junger 22jähriger dazugestoßen. Er war ein angenehmer Partner zum Zeitvertreib am Abend und konnte sich auch mit den Slowaken ganz leicht verständigen, weil er eigentlich aus Serbien ist und seine Muttersprache mit dem Slowakischen einige Übereinstimmungen hat.
Das Ende wurde trotz alledem von mir schon herbeigesehnt, weil das Wetter immer heißer wird und ich meine Zeit gerne am See in Gmunden verbringen möchte. Auch habe ich mir einig Projekte für diese freie Zeit vorgenommen. Nach den Stürmen haben wir einiges an Holz, so ungefähr 8 – 10 Meter auf 1 Meter Scheiter zusammengeschnitten, diese müssen mein Vater und ich noch zu Scheiterln für den Kachelofen zerkleinern. Mit meinen Freunden will ich auf Urlaub fahren und mein Zimmer benötigt einen neuen Boden, weil der alte Teppichboden sich schön langsam auflöst. Dann ist noch viel Arbeit im Keller zu machen, wo ich mir einen Kinoraum eingerichtet habe. Dieser soll aber nicht der einzige Raum sein, der so halbwegs herzeigbar ist. Wie sieht denn das aus wenn Besuch kommt.
So jetzt habe ich mir meine nahen Zukunftsgedanken von der Seele geschrieben und nach einer eher längeren post-pause auch meine Leser wieder mal auf den neuesten Stand gebracht. Das hat mir in letzter Zeit immer mehr Sorgen gemacht, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin, aber das Wetter war so schön, dass wir uns in der Slowakei auch ein Schwimmbad gesucht haben. In der Nacht benötige ich meinen Schlaf und am Wochenende habe ich auch immer viel zu erledigen. Noch dazu wenn man immer Kabel legen muss wenn man ins Internet will, wird das zu einer oft zu langwierigen Aufgabe.
PS.: Ich wünsche noch einem guten Freund alles erdenklich Gute bei der Matura, der heute diesen Schritt in seinem Leben begeht. Ich hoffe du hast keinen Schnackerl meinetwegen bekommen, aber ich habe trotzdem an dich gedacht und dir die Daumen gedrückt. Wir werden dann feiern, wenn du von deiner Maturareise nach Hause kommst. Und nicht vergessen, dass du mich über ICQ über dein Ergebnis informierst!!! Ich will es nicht aus zweiter Hand erfahren müssen *gg*.
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Gestern am Abend den Vorhang wieder nicht zugezogen, es war schon so dunkel, dass man einfach nicht daran gedacht hat. Es war ein Fehler, den die aufsteigende Sonne ist unerbitterlich. Sie gibt keinen Frieden. Die Augen blinzeln ihr entgegen. Die Augen wndern durch das Zimmer. Vom Kaktus der seit drei Wochen kein Tröpfchen Wasser gesehen hat, bis hin zum Hochzeitsanzug des Vaters, der seine Schuldigkeit nun schon an zwei Menschen vollrichtet hat. Nein er war nicht bei zwei Hochzeiten das essentielle Kleidungsstück, aber er wurde einfach gern getragen. Bei der Firmung, beim Tanzkurs, bei verschiedenen Bällen und schließlich beim eigenen Maturaball. Nun war schon lange keine solche Gelegenheit mehr und er verstaubt im Kasten, wohl behütet unter einer Plastikfolie, die ihn vor der größten Verschmutzung durch die lästigen umherfliegenden Staubpartikel schützen soll.
Der Blick wandert immer noch. Die unzähligen Puzzel, die nach erstmaliger Entjungferung wieder ordentlich zusammengepackt im Karton verschwinden und oft nie wieder das Tageslicht erblicken werden, da man nicht gerne die selben Dinge zweimal macht, auch wenn es in diesem Fall wirklich egal wäre.
Der Blick schweift weiter durch den Raum, am Stofftier der Kindheit vorbei, die unnützen technischen, elektrischen Geräte fast übersehend, die man sich vor Jahren so sehr zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht hat, deren Einzigartigkeit aber auch schon wieder verflogen ist.
Der Blick findet endlich sein Ziel. Es war so nah und doch wieder unbegreifbar. Du, du liegst neben mir. Tief und ruhig atmendist es das schönste Gefühl der ganzen Welt dir beim Schlafen zuzusehen. Deine Haare, die so wohlig riechen, ihr duft erfüllt den Raum, dass jedes Parfüm keine Konkurrenz gegen diese Haare ist. Sie sind nicht übertrieben lang, da du keine fünf Stunden zum Föhnen brauchen willst, sie sind aber auch nicht in die Form eines burschikosen Kurzhaarschnitts gebracht, gehen knapp über die Schulter und passen nur perfekt zu dir.
Der Blick weicht ab, findet aber kein anderes Ziel als deine Augen. Sie sind geschlossen, doch kann man ihre Güte, ihre Kraft und ihre Vollkommenheit spüren. Die Wimpern sind gepflegt. Sie bilden eine Einheit, eine vollkommene eineunendliche Einheit mit der kleinen Stuppsnase. Du hast eine schöne Nase, nicht so einen Zinken im Gesicht wie manch andere, bei der man im Profil das Gefühl hat, die Nase wäre ebenso groß wie der restliche Kopf. Sie verschwindet aber auch nicht. Die Gedanken schweifen ab. Warum gefallen einem eigentlich keine Extreme? Ich möchte keine Riesennase aber auch keine, die verschwindet an dir sehen! Warum bist du wiederum perfekt? Sind das nur meine Gedanken oder würde sich das jeder denken? Bei dieser Formvollendung komme ich zu dem Schluss, dass jeder, ich meine Ausnahmslos jeder die selben Empfindungen über deine Schönheit haben muss. Mit jedem Atemzug durch diese einzigartig perfekte Nase hebt sich dein Brustkorb, schiebt den gesamten Kopf ein kleines Stück nach oben.
Der Blick entdeckt nun auch deinen Mund, der ebenfalls diese ruhige monotone und doch so spannende auf und ab-Bewegung mitmacht, die der kleine Windstoß aus deiner Nase mit sich bringt. Plötzlich überkommt einen das absolute Gefühl völligen Glücks.Diese Empfindung soll nie zu Ende gehen. Ich will, ich werde nicht aufstehen. Du sollst auch nicht aufwachen, zu schön ist der Augenblick.
Wenn du munter bist erfüllst du mich mit Freude, da mich dein Humor und deine liebevolle Art immer wieder zum Lachen bringt. Triste Gedanken werden weggeblasen. Die Sonne scheint an einem regnerischen Nebeltag.
Wenn du aber schläfst, dann sind die Erinnerungen an diese phänomenalen Taten da. Somit weichst du auch in diesen Augenblicken nicht von meiner Seite. Wirst immer ein Teil von mir sein…
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Was willst du nach diesem Job dann machen?
Studieren.
Und Was?
Technische Mathematik.
Große Augen sehen mich an. Du bist ja verrückt, das könnte ich mir nicht vorstellen, bow das klingt aber intelligent, wird schon sehen, dass das viel zu schwer ist. Ich weiß es nicht was sich die Leute, denen ich von meinem Vorhaben erzähle, denken. Kann mir nur einige Vorstellungen davon machen.
Bewunderung wünscht sich jeder, Tadel oder unglaube ist ein neuer Ansporn und so erzähle ich gerne von meinem Plan in Linz diese Studienrichtung zu wählen. Lange habe ich nicht gewusst was ich eigentlich wirklich will. Als kleines Kind wollte ich Anwalt werden, dem Fernsehen sei dank. Die interessanten, gut gekleideten Herren in den Serien waren der Anreiz. Aber seit den Gerichtssendungen auf den deutschen Privatsendern ist dieser Traum aus. Ausserdem hat mich das sture Paragraphenlernen doch nicht angesehn.
Und jetzt steht die Entscheidung fest: technische Mathematik also. Der Grund: Ich habe mich in der Schule schon immer sehr leicht in diesem Fach getan und ein Berufsorientierungstest in der 8. Klasse des Gymnasiums hat auch in diese Richtung gewiesen. Lehrer wollte ich dann doch nicht werden. Zu viele Typen der bösartigen Schüler habe ich kennengelernt. Wenn überhaupt nur Lehrer für ältere Schüler oder ein Proffessor an der Uni. Aber mal sehen ob ich auch einen Doktor mache oder mich vielleicht sogar nach einem halben Jahr umentscheide und Wirtschaft oder etwas anderes studiere.
Sollt mir jetzt dann langsam eine Wohnung suchen, aber damit wartet man erfahrungsgemäß immer bis auf den letzten Drücker. Auch ein Freund hat kürzlich davon gesprochen. Er will nach Leoben, aber seit meiner Bundesheerzeit habe ich eine Abneigung gegen die Steiermark, obwohl sie landschaftlich sehr schön ist.
Ich glaube ich lasse mich jetzt noch ein paar Wochen ein bisschen treiben bevor ich mir dann wirklich ernsthafte Gedanken über meinen Verbleib und meine künftigen Lernfortschritte mache. Und dann freue ich mich noch auf den nächsten Sommer, den ich ganz und gar nur genießen werde. Vielleicht in Gmunden, vielleicht in ganz Europa.